Pikuda im Detail
Ein Pfeil mit Kiefer
Das Design geht von einem Barrakuda aus und greift auch Merkmale anderer Raubfische mit langem Maul auf, etwa des Hechts. Der Schwanz und die Körperhaltung verstärken den Eindruck eines aquatischen Geschosses. Die Silhouette erinnert außerdem an einen Pfeil oder einen Dart: Der englische Name verbindet „arrow“ mit „barracuda“, während das Japanische サシカマス — Sasikamasu — eine Vorstellung vom Stechen oder Durchbohren mit dem japanischen Wort für Barrakuda verbindet.
Die Farben und Formen von Pikuda und Barrakiefa wurden außerdem mit einer angelsächsischen Fibel mit Fischmotiv in Verbindung gebracht. Man muss keine realistische Anatomie bemühen, um das zu verstehen: Der gesamte Körper ist um die Spitze des Kiefers und den Vorwärtsdrang herum aufgebaut.
Der Fisch in Urgls Schnabel
Pikuda wurde erstmals zusammen mit Urgl gezeigt, noch bevor es einen eigenen Namen bekam. Schon diese Präsentation machte seine Funktion im Ökosystem deutlich. Im Kampf kann Urgls Fähigkeit dafür sorgen, dass Pikuda nach dem Einsatz von Surfer oder Taucher in seinem Schnabel auftaucht. Wird Urgl in dieser Form getroffen, spuckt es Pikuda auf den Angreifer, zieht ihm KP ab und senkt seine Verteidigung.
Der Pokédex nennt außerhalb des Kampfes eine zweite Schwachstelle: Wenn Pikuda satt ist, bewegt es sich schwerfällig und kann verschlungen werden. Das passt zu seinem Design, denn die Kreatur, die mit ihrem Kiefer angibt, kann am Ende selbst zur Nahrung werden.
Vom ersten Auftritt bis nach Paldea
Pikuda debütierte in der achten Generation und kam mit Pokémon Schwert und Pokémon Schild. Schon damals war es als Pokémon vom Typ Wasser mit einer festen Entwicklung, Barrakiefa, und Wassertempo als regulärer Fähigkeit angelegt. Schraubflosse ist seine versteckte Fähigkeit und verhindert, dass seine Attacken angezogen oder auf ein anderes Ziel umgelenkt werden.
In Pokémon Karmesin und Pokémon Purpur bleibt es dieselbe Art mit derselben Evolutionsreihe. Sein Levelaufstieg umfasst schließlich Aquadurchstoß und Risikotackle, während die TMs seine Abdeckung mit Nahkampf, Eiszahn, Schlagbohrer, Psychobeißer und Kehrtwende stark erweitern. An seinem Profil ändert das nichts: Es bleibt ein zerbrechlicher physischer Angreifer, der den Regen zu schätzen weiß und lieber zuerst zuschlägt, als Schaden einzustecken.
So nutzt du es vor Level 26
In einem normalen Durchgang ist es am sinnvollsten, Pikuda früh zu fangen, ihm physische Wasserattacken beizubringen und es auf Level 26 zu entwickeln. Aqua-Jet eignet sich zum Erledigen angeschlagener Gegner, während Biss und Knirscher Ziele abdecken, die Wasser-STAB widerstehen. Agilität kann einen Vorbereitungsturn für mehr Initiative schaffen, aber mit 41 KP und 30 Spezial-Verteidigung ist es riskant, einen Zug für eine Verstärkung zu opfern.
Im Little Cup gibt ihm die Kombination aus Wassertempo und Regentanz eine klare Aufgabe. Es braucht Unterstützung, um den Regen zu aktivieren, oder muss einen bereits bestehenden Regen ausnutzen. Elektro- und Pflanzenattacken sollte es nicht abbekommen. Schraubflosse ist im Doppel nützlich, wenn der Gegner auf Umlenkung setzt, aber sein Angriff von 63 und seine Initiative von 66 liegen weit unter denen seiner Entwicklung. Barrakiefa behält dieselbe Idee bei und macht daraus eine deutlich schnellere und stärkere Bedrohung.