Garstella im Detail
Ein Seestern, der Korallen frisst
Die wichtigste Vorlage ist der Dornenkronenseestern, ein mit Stacheln bedecktes Tier, das beim Fressen von Korallen Riffe schädigt. Garstella verwandelt diese Idee in ein kleines Wesen mit einer Krone aus zehn Tentakeln und einem zentralen Stachel. Die Pokédex-Einträge übertragen dieses Verhalten direkt: Es jagt Corasonn, frisst dessen Äste und gerät mit Menschen aneinander, die abgebrochene Korallenstücke verwerten. Auch seine Regeneration stammt aus der Biologie vieler Stachelhäuter, wird hier aber durch eine klare Ausnahme eingeschränkt: Der Kopf wächst nicht nach.
Der englische Name verbindet marine, „maritim“, mit meanie, „Bösewicht“ oder „Fiesling“. Der japanische Name Hidoide kombiniert hidoi, „grausam“, mit hitode, „Seestern“. Die Idee spiegelt sich auch in seiner Kategorie Quäl-Stern wider und erklärt, warum das Design trotz seiner geringen Größe nicht freundlich wirken soll.
Eine Entwicklungsreihe, die auf mehr Widerstand ausgelegt ist
Garstella beginnt mit einer Verteidigung von 62 und einer Spezial-Verteidigung von 52. Diese Werte reichen aus, um einige Treffer auszuhalten, während es Statusprobleme verursacht oder KP zurückgewinnt. Die Entwicklung zu Aggrostella verstärkt diese Funktion deutlich. Wenn es nicht entwickelt wird, sollte man es deshalb als Unterstützer und nicht als unvollständigen Angreifer behandeln.
In einer normalen Partie liegen seine besten Momente darin, dass der Gegner auswechseln muss oder sich bereits eine Statusveränderung auf dem Feld befindet. Giftspitzen schwächen eingewechselte Pokémon, Genesung sorgt dafür, dass ein defensives Einwechseln nicht zwangsläufig endgültig ist, und Dunkelnebel bremst Gegner, die Statuswertsteigerungen ansammeln wollen. Säurespeier kann die Spezial-Verteidigung des Ziels senken, doch mit 43 Punkten Spezial-Angriff bleibt sein Schaden begrenzt.
Von Alola an die Küsten von Paldea
Garstella debütierte in Alola und tauchte später in Galar und Paldea auf. Seine Pokédex-Einträge erweiterten nach und nach das Bild der Art. Zunächst standen die Jagd auf Beute und die Korallen von Corasonn im Mittelpunkt. Später wurden die Auswirkungen seines Stichs, seine Regeneration und seine Gewohnheit beschrieben, zerbrochene Stacheln von Britzigel zu fressen, obwohl es dadurch Stromschläge bekommt. Die Exemplare aus Galar führten außerdem einen Verhaltensunterschied ein: Sie hatten den Geschmack der Korallenäste von Corasonn noch nicht entdeckt.
Seine Verfügbarkeit war zwischen den Spielen ebenfalls nicht einheitlich. Es gelangte in spätere Regionen, war aber nicht in allen Veröffentlichungen seines Zeitraums enthalten, und sein Movepool wurde an das System der jeweiligen Generation angepasst. In den aktuellen Spielen behält es die Kombination aus Genesung, Giftspitzen, Toxin und Dunkelnebel sowie Attacken wie Surfer, Eisstrahl und Matschbombe.
So setzt man es ein, ohne zu viel von ihm zu verlangen
Am besten wechselt man es gegen Attacken ein, die es resistiert, legt Giftspitzen aus, wenn ein Auswechseln des Gegners wahrscheinlich ist, und wechselt danach wieder aus, um Belebekraft zu aktivieren. Es sollte weder gegen Bedrohungen vom Typ Boden, Elektro oder Psycho auf dem Feld bleiben noch versuchen, lange Schlagabtausche gegen Pokémon mit hoher Durchschlagskraft zu gewinnen. Quälerei macht ein vergiftetes gegnerisches Pokémon zu einem leichteren Ziel, setzt aber voraus, dass Toxin oder Giftspitzen vorher ihre Arbeit getan haben.
Die Fangrate von 190 passt zu einer Art, die während des Abenteuers leicht zugänglich ist. Dazu kommt, dass sie an Küstengebiete gebunden ist. Ihr Verhalten gegenüber Korallen macht deutlich, dass Garstella kein passiver Seestern ist: Es sucht Nahrung, sticht zuerst zu und regeneriert sich danach.