Bisofank im Detail
Ein Bisonkopf mit eigener Frisur
Das Design basiert vor allem auf dem Amerikanischen Bison, auch wenn die Hörner Merkmale des Afrikanischen Büffels und Darstellungen prähistorischer Bisons aufgreifen. Der Höcker, das dichte Nackenfell und die einzelnen Hufe verstärken die Silhouette eines großen Rinds. Die goldenen Ringe an den Hörnern erinnern an Ringe, die bei Nutztieren verwendet werden. Die Mähne dient nicht nur der Dekoration: Die Pokédex-Einträge machen sie zum körperlichen Schutz und zu einem Rangzeichen innerhalb der Herde.
Der englische Name verbindet „bouffant“, eine voluminöse Frisur, mit „buffalo“, während der japanische Name バッフロン die Begriffe Büffel, Afro und Bison kombiniert. Das passt zu einer Art, deren auffälligstes visuelles Merkmal am Kopf konzentriert ist. Während der Vermarktung von Pokémon Schwarze Edition und Weiße Edition wurde seine Verwandtschaft mit Tauros teilweise verwechselt, doch die beiden teilen keine Entwicklungslinie.
Vom Einall-Debüt in die unteren Metagames
In seiner ersten kompetitiven Phase war es dank Achtlos, Steinschädel und Basiswerten von 95 in den drei für seine Widerstandsfähigkeit wichtigen physischen und speziellen Bereichen in RU vertreten. In späteren Generationen wechselte es in niedrigere Formate wie PU und NU und fand in Sonne und Mond sowie Schwert und Schild seinen Platz in ZU. Der Abstieg ist nicht auf einen Verlust an Statuswerten zurückzuführen, sondern auf die Konkurrenz durch schnellere Normal-Angreifer, das Auftauchen zuverlässigerer physischer Walls und die Schwierigkeit, ein Pokémon mit einer Initiative von 55 in offensiven Teams unterzubringen.
Auch sein Attackenrepertoire wurde nach und nach erweitert. Zu den Normal- und Boden-Attacken kamen in Schwert und Schild Optionen wie Surfer, Stromstoß, Eisenschädel, Pferdestärke und Nahkampf hinzu. Steinschädel blieb seine charakteristische Attacke: Sie hat eine Stärke von 120 und verursacht Rückstoß – genau die Art von Angriff, die Achtlos verstärkt.
Wie man ihm einen Platz im Team gibt
Vegetarier ist die praktische Wahl, wenn das Team eine sichere Einwechslung gegen Pflanzen-Attacken braucht. Am besten bringt man Bisofank gegen eine solche Attacke ins Spiel, nimmt den Angriffsboost mit und nutzt den Wechsel des Gegners für Schwerttanz oder Delegator. Danach setzt Steinschädel neutrale Ziele unter Druck, während Erdbeben verhindert, dass Gesteins- und Stahl-Pokémon kostenlos einwechseln. Vielender hilft gegen Psycho und Pflanze, auch wenn die Genauigkeit nicht immer mitspielt.
Achtlos ist sinnvoll, wenn sofortiger Schaden gefragt ist und das Team über Statuskontrolle sowie Möglichkeiten zum Entfernen von Hazards verfügt. Dann trifft Steinschädel sehr hart, aber Rückstoß und die fehlende zuverlässige Heilung machen die Wahl der Einwechslungen wichtig. Erholung bietet einen Ausweg, kostet aber einen Zug und erleichtert es dem Gegner, in einen Kampf-Nutzer zu wechseln.
Seine Grenzen lassen sich leicht ausnutzen
Geist-Pokémon blockieren seine Normal-Attacken. Haben sie zusätzlich Schwebe oder nehmen sie von Erdbeben keinen nennenswerten Schaden, muss Bisofank auf Knirscher, Vielender oder die Vorhersage zurückgreifen. Kampf-Pokémon zwingen es zum Rückzug, weil sie seine einzige Schwäche ausnutzen und meistens schneller sind. Auch physische Walls können es zermürben, besonders wenn sich der Rückstoß von Steinschädel und die Hazards summieren.
Gegen langsame und defensive Teams ist es als Wallbreaker weiterhin sinnvoll, vor allem wenn es nach einer Pflanzen-Attacke oder einer speziellen Attacke ins Spiel kommt, die es aushält. Gegen offensive Teams wiegen seine 55 Initiativepunkte zu schwer: Es kassiert den Treffer, bevor es handeln kann, und behält nur selten genug KP, um den Schlagabtausch zu wiederholen.