Meistagrif im Detail
Zement, Stöcke und Kabuki-Theater
Das Design geht von einem Bauarbeiter aus, der Betonsäulen transportiert, ergänzt diese Grundlage aber um Merkmale eines Ogers und eines Greises. Die wuchtigen Formen an den Schultern erinnern an die Tasuki, Bänder, mit denen japanische Arbeiter ihre Ärmel hochbinden. Die Verbindung zum Niō-dasuki, einer Variante, die mit dem Aragoto-Kabuki und der Darstellung von Stärke verbunden ist, erklärt einen großen Teil seiner übertriebenen Muskulatur. Die graue Locke unter dem Kinn und der Einsatz der Säulen als Gehstöcke vervollständigen das Bild eines Veteranen, der noch immer über unverhältnismäßig viel Kraft verfügt.
Der englische Name verbindet ziemlich eindeutig „concrete“ und „elder“, während „conk“ die Vorstellung einer großen Nase und eines Schlags auf den Kopf einbringt. Sein japanischer Name, Roubushin, kombiniert die Lesung von „Greis“ mit einem Begriff, der mit einem Kriegsgott oder mit öffentlichen Bauarbeiten zusammenhängt.
Von der Vorherrschaft der fünften Generation zum Bedeutungsverlust
Es erschien in der fünften Generation als eine der großen physischen Bedrohungen Einalls. Damals ragte es mit 140 Angriff, seinem hohen Wert von 105 KP und dem Zugriff auf Heilungs- und Prioritätsattacken heraus. Die Einführung der Feen-Pokémon in der sechsten Generation fügte ihm eine Schwäche hinzu, die es zuvor nicht gab. Auch die Offensivweste gewann an Bedeutung, weil sie einen Teil seiner 65 Spezial-Verteidigung ausgleichen konnte, ohne auf Ableithieb zu verzichten.
In späteren Generationen behielt es seinen Plan als Angreifer mit Adrenalin bei, verlor aber gegenüber schnelleren, widerstandsfähigeren Gegnern oder Pokémon mit besserer Typenkombination an Boden. In der siebten Generation fand es keinen Platz mehr in OU und wurde von physischen Angreifern mit höherem unmittelbarem Druck überholt. In der achten Generation wurde es in UU noch als durch Statusveränderungen aktivierter Wallbreaker eingesetzt, doch der Verbrennungsschaden und seine Initiative verkürzten weiterhin die Zahl seiner nützlichen Spielzüge.
Wie es in den Kampf kommt
Man sollte es nicht gegen einen schnellen speziellen Angreifer auf das Feld schicken und es auch nicht einem Feen-, Flug- oder Psycho-Pokémon gegenüberstehen lassen. Es muss gegen physische Treffer eingewechselt werden, die es aushält, gegen Statusattacken, die Adrenalin aktivieren, oder bei einem erzwungenen Wechsel des Gegners. Sobald es im Kampf ist, hält Ableithieb seine KP hoch, während Abschlag Gegner bestraft, die auf ein Item angewiesen sind. Tempohieb gleicht sein Initiativproblem teilweise aus und erlaubt es, geschwächte Gegner zu erledigen.
Protzer passt zu Teams, die ihm freie Züge verschaffen können. Nach der Erhöhung von Angriff und Verteidigung erlauben ihm seine 105 KP und 95 Verteidigung, physische Schlagabtausche besser auszuhalten, doch die Spezial-Verteidigung und die Schwächen des Typs Kampf werden dadurch nicht behoben. Rohe Gewalt unterstützt eine direktere Variante, während Eisenfaust ein auf Faustattacken ausgerichtetes Set belohnt. Adrenalin ist die bekannteste Wahl, weil es eine Statusveränderung in eine zusätzliche Schadensquelle verwandelt.
Der Baumeister unter anderen Kämpfern
Innerhalb seiner eigenen Linie vermittelt Praktibalk das Bild eines Lehrlings mit einem Balken, während Strepoli für den Arbeiter steht, der das Bauhandwerk bereits beherrscht. Meistagrif ersetzt das Holz durch Betonsäulen und legt jeden Anschein einer Zwischenstufe ab. Gegenüber Machomei teilt es das Profil eines überaus starken humanoiden Kämpfers, doch seine visuelle Geschichte stützt sich auf Zement, Gehstöcke und sein Alter. Gegenüber anderen Angreifern vom Typ Kampf bietet es mehr physisches Volumen als viele von ihnen, bewegt sich dafür langsam und ist drei sehr häufigen Schwächen ausgesetzt.