Enekoro im Detail
Ein Gras, dem Katzen hinterherjagen
Der japanische Name エネコロロ (Enekororo) setzt sich aus drei Teilen zusammen: enokorogusa, dem grünen Fuchsschwanzgras, das an jedem Straßenrand wächst; neko, Katze; und kokoro, Herz. Eneco heißt エネコ (Eneko), also nur die ersten beiden Teile. Das Gras ist kein bloßes Detail: Die Ähre des Fuchsschwanzgrases ist genau das, was man vor einer Katze hin und her bewegt, damit sie es verfolgt, und En ecos Schwanz endet in einer Quaste, der das Pokémon ohne Pause hinterherjagt. Bei Enekoro wird sie nicht mehr verfolgt, sondern vorgezeigt.
Das Englische ist flacher: delicate und catty, das Ergebnis statt des Vorgangs. Das Design geht von der Hauskatze aus und übernimmt Details vom Luchs – das von Fell eingerahmte Gesicht und die Ohrpinsel –, während der violette Kragen sowohl als Nadelkissen als auch als eines dieser Nackenkissen für Reisen gelesen wurde. Letzteres passt zu einem Tier, das schläft, wo es gerade hinkommt.
Die Fähigkeit kam eine Generation zu spät
In Rubin und Saphir hatte es nur Charmebolzen. Regulierung gab es noch nicht: Die Fähigkeit wurde in der vierten Generation hinzugefügt und ist seither exklusiv für diese Entwicklungslinie, ohne dass ein anderes Pokémon sie besitzt. Die siebte Generation gab ihm zwei Dinge auf einmal: den kleinen Stärkebonus für umgewandelte Attacken und eine Erhöhung der Initiative, die die einzige Anpassung seiner Statuswerte in seiner gesamten Geschichte ist. Bis Sonne und Mond war es deutlich langsamer als heute, wodurch auf seinem Datenblatt kein einziger Wert über dem Durchschnitt lag.
Wunderhaut kam später als versteckte Fähigkeit hinzu und ist von den drei Fähigkeiten die nützlichste, um eine Runde länger zu überleben: Sie blockiert einen großen Teil der Statusattacken, die ihm gerade deshalb entgegengeschleudert werden, weil es direkte Treffer nicht aushält.
Wann man den Stein einsetzen sollte
Der Mondstein ist in fast allen Spielen, in denen er auftaucht, eine knappe Ressource, und Enekoro konkurriert darum mit Wielie und der Piepi-Linie. Der Unterschied ist, dass die Entwicklung hier keine neue Tür öffnet: Die Liste der Attacken, die Enekoro per Level lernt, steht vollständig auf Level 1, und darin steckt das Gute – Vitalglocke, Mimikry, Knuddler, Kulleraugen, Zauberschein – neben Kuriositäten wie Rutenschlag und Kratzfurie, die mit 18 Stärke pro Treffer keinen Platz im Moveset rechtfertigen.
Sinnvoll ist es, Eneco so lange aufsteigen zu lassen, bis es alles gelernt hat, was man ihm beibringen möchte, und den Stein erst danach einzusetzen, denn durch die Entwicklung gewinnt es Statuswerte, aber kein neues Repertoire.
Die andere Katze auf der Liste
Der naheliegende Vergleich ist Snobilikat, ein reines Normal-Pokémon, eine Katze und theoretisch mit derselben Aufgabe als schneller Angreifer. Snobilikat entwickelt sich durch Levelaufstieg, ohne ein Item auszugeben, und ist schneller und schlagkräftiger. Enekoro bleibt die Unterstützung: Vitalglocke und Mimikry findet man bei den meisten Normal-Pokémon nicht, und Anziehung gegen ein überwiegend männliches gegnerisches Team ergibt Sinn, wenn drei von vier Enekoro weiblich sind.
Im Anime debütierte es in der Episode Begegnung mit Enekoro, im Besitz einer Figur namens Georgio. Es wurde immer über sein Fell und seine Pose verkauft, und seine Pokédex-Einträge gehören zu den wenigen, die ein Geschöpf beschreiben, das sich schlicht weigert zu kämpfen: Wenn es beim Schlafen etwas stört, wechselt es den Ort und schläft weiter.