Grebbit im Detail
Baggerohren und Kaninchennamen
Das Design geht von einem Kaninchen aus, doch seine Ohren wurden als Schaufeln eines Baggers neu interpretiert. Die längliche Form, die braune Farbe und die Art, wie es sie zum Bewegen von Erde und Gestein einsetzt, stellen eine direkte Verbindung zu Baumaschinen her. Das passt auch zu den Pokédex-Einträgen: Es arbeitet in Tunneln, hilft auf Baustellen und ruht sich danach aus. Das Bauchfell, das an eine dicke Schärpe erinnert, verstärkt im japanischen Design diesen Eindruck eines Bauarbeiters.
Der englische Name setzt sich aus „digger“, Gräber, und „bunny“, Kaninchen, zusammen. Das Japanische ホルード wird Horudo gelesen und bewahrt im Abschnitt horu den Bezug zum Graben. Stalobor teilt diese Verbindung zum Bohren, drückt sie aber über seine Ohren und eine deutlich stärker an ein Lasttier erinnernde Silhouette aus.
Eine Entwicklung, die die Funktion verändert
Scoppel beginnt als Pokémon vom Typ Normal, während Grebbit diesen Typ beibehält und auf Level 20 Boden hinzubekommt. Die Veränderung ist nicht nur äußerlich. Die entwickelte Form wirkt nicht mehr wie ein kleines grabendes Kaninchen, sondern wie ein Wesen, das Felsblöcke bewegen und Tunnel anlegen kann. Seine 85 KP und die beiden Werte von 77 in Verteidigung und Spezial-Verteidigung geben ihm etwas Spielraum, um gegen Attacken einzuwechseln, die es resistiert, reichen aber nicht aus, um es zu einer Wall zu machen.
Es erschien erstmals in der sechsten Generation und war in der sechsten, siebten und achten Generation vertreten. Zwischen den Generationen änderten sich sein Attackenrepertoire und die Verfügbarkeit seiner Attacken, die Kombination aus Normal und Boden sowie Kraftkoloss als versteckte Fähigkeit blieben jedoch erhalten. In Schwert/Schild wurde es besonders mit einem physischen Spielstil verbunden, der auf Erdbeben, Normal-Attacken und Schwerttanz beruhte.
Die Fähigkeit Kraftkoloss richtig nutzen
Der Basis-Angriff von 56 täuscht, wenn man Kraftkoloss nicht berücksichtigt. Die Fähigkeit verdoppelt diesen Statuswert, wodurch physische Attacken eine deutlich höhere offensive Grundlage erhalten, als es die Zahlen vermuten lassen. Erdbeben ist die zuverlässigste Attacke, um den Bodentyp auszunutzen; Kraftkoloss und Durchbruch bieten Coverage gegen Gegner, die seine wichtigsten Attacken resistieren, senken aber seine Statuswerte beziehungsweise hängen vom Matchup ab.
Schwerttanz dient dazu, Wechsel zu erzwingen und aus einem sicheren Einwechseln unmittelbar eine Bedrohung zu machen. Das Problem besteht darin, diesen Zug zu finden: Schwächen gegen Wasser, Pflanze, Eis und Kampf sind häufig, und schnelle Angreifer können es ausschalten, bevor es handeln kann. Die Immunität gegen Elektro erlaubt es, in Attacken wie Volttackle oder Wechsel auf Grundlage von Elektro-Attacken einzuwechseln, doch diese Immunität sollte nicht mit allgemeiner Resistenz verwechselt werden.
Was es aus dem Konzept bringt
Die größte Schwierigkeit besteht darin, die richtige Attacke auszuwählen. Erdbeben trifft hart, wird aber von Pokémon mit Immunität gegen Boden gestoppt; Normal-Attacken haben das umgekehrte Problem, weil Gesteins- oder Stahl-Pokémon leichter einwechseln können. Deshalb eignen sich Feuerschlag, Eishieb, Steinkante oder Schmarotzer, um vorhersehbare Wechsel zu bestrafen, auch wenn zu viel Coverage den Platz für Schwerttanz oder eine Utility-Attacke verringert.
Im normalen Spielverlauf funktioniert es am besten als physischer Angreifer in der Mitte des Spiels. Es wechselt in eine Elektro-Attacke ein, droht mit Erdbeben und nutzt den gegnerischen Wechsel zum Angreifen oder zum Vorbereiten von Schwerttanz. Wenn das gegnerische Team einen schnellen Angreifer, einen Nutzer von Prioritäts-Attacken oder ein Pokémon behält, das gegen seine beiden STAB-Attacken resistent ist, wird sein Spielraum deutlich kleiner. In diesen Begegnungen liegt Grebbits Wert darin, gezielt eine Lücke zu öffnen, nicht darin, viele Runden auf dem Feld zu bleiben.