Keilflamme im Detail
Ein Wesen aus Entei und einem Dinosaurier
Das Design geht von Entei aus, entwickelt es aber zu einer prähistorischen Kreatur mit deutlich schwereren Proportionen weiter. Der Kopf erinnert durch die Anordnung der Hörner und das Volumen im Gesichtsbereich an einen Ceratopsiden. Rücken und Schweif bewahren erkennbare Merkmale des legendären Pokémon, doch Haltung und Körpermasse lassen es wie ein Tier wirken, das zum Rammen bereit ist. Auch die Verbindung zu Vulkanen bleibt bestehen: Das Feuer erscheint nicht als elegante Flamme, sondern als eine Kraft, die Furchen zieht und Säulen aufsteigen lässt.
Der englische Name Gouging Fire verbindet „gouge“, im Sinn von durchbohren oder Material herausreißen, mit „fire“, Feuer. Das Japanische Ugatsuhomura bringt wörtlich die Vorstellung einer durchbohrenden Flamme zum Ausdruck. In beiden Fällen betont der Name die zerstörerische Kraft des Feuers und keine angebliche Entwicklungsbeziehung zu Entei.
Ein Eintrag aus dem herunterladbaren Inhalt
Keilflamme debütierte in der neunten Generation als Paradox-Spezies von Pokémon Karmesin und Pokémon Purpur. Sein erster spielbarer Auftritt erfolgte in Die indigoblaue Scheibe zusammen mit anderen alten und zukünftigen Kreaturen, die mit Zone Null verbunden sind. Es übernimmt keine Statuswerte, Attacken oder Formen aus früheren Generationen, weil es vor dieser Generation nicht existierte.
Der Pokédex lässt zwei unterschiedliche Lesarten zu. Karmesin spricht von seltenen Sichtungen und einer Aufnahme, auf der es die Umgebung verwüstet und Feuer ausstößt. Purpur bringt es mit einer paranormalen Reportage in Verbindung, die ein aus einem Fossil rekonstruiertes Entei zeigte. Der Widerspruch zwischen beiden Beschreibungen passt zur erzählerischen Funktion der Paradox-Pokémon: Sie liefern ein konkretes Bild, lösen ihren Ursprung aber nicht vollständig auf.
Im Vergleich zu anderen alten Drachen
Es teilt den urzeitlichen Aspekt mit Windewoge, doch seine Statuswertverteilung führt zu einem anderen Spielstil. Windewoge übt Druck von der speziellen Seite aus, während Keilflamme seine Stärke auf 115 Angriff konzentriert und dank 121 Verteidigung Kontakt besser aushält. Gegenüber Furienblitz verliert es Spezialisierung im Spezial-Angriff, gewinnt aber eine direktere physische Präsenz und Zugriff auf Drachentanz.
Der Vergleich mit Entei ist eher optischer als mechanischer Natur. Keilflamme teilt die Verbindung zum Feuer und die Silhouette eines großen vierbeinigen Wesens, ergänzt sie aber um den Typ Drache, eine deutlich höhere Verteidigung und eine Fähigkeit, die Sonnenteams belohnt. Es ersetzt Entei nicht in jeder Rolle: Es leidet unter den Schwächen gegen Drache, Boden und Gestein, während sein Wert viel stärker davon abhängt, einen sicheren Zug zum Verstärken zu schaffen.
So holt man das Beste aus seinen freien Zügen heraus
Im Einzelkampf sollte man es für Einwechslungen in Attacken vom Typ Feuer, Pflanze, Käfer, Elektro oder Stahl aufsparen. Danach verwandelt Drachentanz seine 91 Initiative und 115 Angriff in eine unmittelbare Bedrohung. Morgengrauen ermöglicht eine geduldigere Spielweise, aber das Wetter ist wichtig: Ohne Sonne verliert Paläosynthese ihre Aktivierung, und die Heilung kann knapp ausfallen, wenn es Schaden durch Tarnsteine oder sehr effektive Attacken erleidet.
In Sonnenteams setzt Flammenblitz Gegner unter Druck, die Feuer nicht widerstehen, und Drachenklaue verhindert, dass man von einem einzigen offensiven Typ abhängt. Erdbeben trifft Ziele vom Typ Feuer, Gestein und Stahl, doch seine Wahl zwingt dazu, auf ein defensives Werkzeug oder eine zweite Drachen-Attacke zu verzichten. Lodernder Schild passt besser in Sets, die physische Attacken bestrafen und Abnutzungszüge gewinnen wollen.
In Doppelkämpfen kann Jauler beide verbündeten Pokémon verstärken, und seine defensive Masse erleichtert es ihm, auf dem Feld zu bleiben. Die Schwäche gegen Boden verlangt Vorsicht vor Flächenattacken, und Steinkante droht, seine andere wichtige Schwäche auszunutzen. Sein Gewicht von 590 kg macht außerdem Hitzekoller interessant, dessen Wirkung vom Gewichtsunterschied zum Ziel abhängt.