Mampfaxo im Detail
Ein Bärenjunges mit Lätzchen und eingebauter Speisekammer
Das Design basiert auf einem jungen Bären. Die unter dem Fell versteckte Nahrung stellt eine Verbindung zum Verhalten von Bären her, die vor längeren Ruhephasen nach Nahrung suchen, und das Lätzchen auf der Brust verstärkt seinen kindlichen Eindruck. Sein englischer Name verbindet „munch“, das mit Kauen oder gierigem Essen zusammenhängt, mit „lax“, das auf Relaxo oder die Vorstellung von Entspannung verweist. Der japanische Name ゴンベ steht in Verbindung mit Kabigon, dem japanischen Namen von Relaxo, und mit „baby“. Man muss darin keine komplizierte Anatomie suchen: Es ist eine kleine Version derselben Idee, die sich auf Essen, das Verstecken von Nahrung und das Vergessen ihres Verstecks konzentriert.
Das Baby, das vor seiner Zuchtmöglichkeit kam
Mampfaxo wurde als Art der vierten Generation vorgestellt und wurde zu einem der ersten neuen Gesichter dieser Ära. Sein Status als Baby-Pokémon erklärt die Ei-Gruppe Unbekannt und auch, warum seine Beschaffung jahrelang an die Zucht von Relaxo mit einem speziellen Item gebunden war. Diese Beziehung unterscheidet es von einer gewöhnlichen Vorentwicklung: Es reicht nicht, zwei kompatible Mampfaxo zusammenzubringen. In späteren Generationen wurde Völlerei als versteckte Fähigkeit ergänzt, während Mitnahme und Speckschicht den Kern seiner normalen Fähigkeiten bilden.
Der Pokédex hat seitdem dasselbe Porträt beibehalten. Die Szenen ändern sich – verdorbene Nahrung, Reserven unter dem Fell oder im Ganzen verschluckte Bissen –, aber die zentrale Idee bleibt gleich: Es frisst alles und achtet nicht auf den Geschmack. Auch seine einzigartige Form bleibt unverändert, ohne Regionalformen oder Kampfformen.
Eine kleine Spezialmauer
Sein natürlicher Vergleich ist Relaxo, aber man sollte es nicht wie ein verkleinertes Relaxo behandeln. Mampfaxo hat 135 KP und 85 Spezial-Verteidigung, für eine Baby-Art hervorragende Werte, doch seine 40 Verteidigung machen sich gegen physische Angreifer bemerkbar. Im Little Cup ergibt diese Verteilung Sinn: Es kann spezielle Attacken abfangen, dank Speckschicht gegen Feuer und Eis einwechseln und mit Bodyslam oder Erdbeben Druck zurückgeben. Gegen Pokémon vom Typ Geist verschafft ihm seine Immunität durch den Typ Normal nützliche freie Runden, allerdings muss es sich vor Coverage-Attacken und Kampf-Attacken in Acht nehmen.
Wie man es einsetzt, ohne Unmögliches zu verlangen
In einem normalen Spieldurchlauf funktioniert es besser als langsamer und ausdauernder Angreifer denn als Sweeper. Bodyslam bietet zuverlässigen Schaden und die Chance auf Paralyse, Erdbeben deckt Typen ab, die Attacken vom Typ Normal widerstehen, und Feuerschlag bestraft Pokémon vom Typ Stahl. Amnesie stärkt seine spezielle Seite; Fluch verbessert Angriff und Verteidigung, senkt aber eine Initiative von ohnehin 5 noch weiter, weshalb es gegen einen Gegner eingewechselt werden muss, der es nicht sofort bestrafen kann.
Speckschicht ist im Kampf meist die wirkungsvollste Wahl. Mitnahme bringt außerhalb wichtiger Kämpfe zusätzlichen Nutzen, und Völlerei passt zu Beeren, die früh verbraucht werden sollen. Abschlag ist eines seiner größten Probleme, weil die Attacke das Item entfernt, auf das es für seine Ausdauer angewiesen ist, und Pokémon vom Typ Kampf nutzen seine niedrige Verteidigung aus. Nebulak und Abra veranschaulichen gut, welche speziellen Bedrohungen es im Little Cup aushalten kann, solange sie keine unerwartete Coverage mitbringen.