Rihornior im Detail
Ein Nashorn mit Bergbauausrüstung
Das Design verbindet ein Nashorn mit Elementen eines riesigen Monsters, eines gepanzerten Dinosauriers und von Artillerie. Die Körperplatten erinnern an eine Schutzweste, während die Hände die Arme in Kanonen verwandeln. Das in Abschnitte geteilte vordere Horn verstärkt den Eindruck eines Bohrers. Dazu kommen Bergbaudetails: die Rüstung, die schwere Silhouette und die Idee, Gesteinsbrocken wie Munition abzufeuern.
Der japanische Name ドサイドン (Dosidon) behält den Teil „サイドン“ von Rizeros bei und fügt „ド“ hinzu. Der englische Name bewahrt die Wurzel „Rhy“ aus seiner Entwicklungslinie und endet mit einer Form, die an „superior“ erinnert. In beiden Fällen bleibt die Verbindung zur Vorentwicklung sichtbar.
Von Rizeros zu einer stärker spezialisierten Endentwicklung
Rihornior erschien in der vierten Generation als Entwicklung von Rizeros durch Tausch mit Schützer. Diese Bedingung unterscheidet es von der vorherigen Entwicklung der Linie, die vom Level abhängt. In Pokémon-Legenden: Arceus erfolgt die Entwicklung, indem man Schützer auf Rizeros anwendet; in Karmesin und Purpur ist dagegen der Tausch mit dem getragenen Item vorgesehen.
Während eines großen Teils der Serie war Felswerfer in besonderer Weise mit Rihornior verbunden: Vor der fünften Generation und erneut in der neunten Generation nennt Bulbapedia es als einziges bekanntes Pokémon, das die Attacke erlernen kann. In Karmesin und Purpur hat die Attacke eine Stärke von 150, zwingt den Anwender danach aber zum Ausruhen. Dadurch konkurriert sie mit Erdbeben und Steinkante, die in längeren Kämpfen praktischer sind.
Die Kosten für so viel Schlagkraft
Seine 140 Punkte Angriff und 130 Punkte Verteidigung verleihen jedem physischen Einwechseln Gewicht. Rihornior kann einen Wechsel nutzen, um Tarnsteine auszulegen, Schwerttanz einzusetzen oder Erdbeben abzufeuern. Steinkante trifft Gegner, die gegen Boden resistent sind, und Vielender hilft gegen bestimmte Pokémon vom Typ Pflanze und Psycho. Pferdestärke bietet in manchen Begegnungen eine Boden-Alternative, ohne auf Erdbeben angewiesen zu sein.
Das Problem liegt in seinem defensiven Profil. Die Schwächen gegen Wasser und Pflanze sind besonders ausgeprägt, während Eis, Kampf, Boden und Stahl es ebenfalls häufig zum Rückzug zwingen. Die Spezial-Verteidigung 55 sorgt dafür, dass selbst nicht sehr effektive Spezialattacken es an den Rand einer Niederlage bringen können. Felskern gleicht einen Teil des Problems gegen sehr effektive Treffer aus, nimmt ihm aber nicht die Notwendigkeit, gut vorauszuplanen.
So passt es in ein Team
Seinen besten Moment hat es am Anfang oder in der Mitte des Kampfes, wenn es noch gegen einen physischen Angreifer einwechseln, einen Wechsel erzwingen und Tarnsteine auslegen kann. Blitzfänger erlaubt es, Rihornior als Antwort auf Elektro-Attacken einzusetzen, die auf einen Teampartner zielen; trotzdem sollte man immer prüfen, ob der Gegner Wasser-, Pflanzen- oder Eis-Coverage besitzt. Gegen offensive Teams kann Steinpolitur seine Initiative 40 in eine echte Bedrohung verwandeln, aber es muss dafür eine freie Runde finden.
Teampartner, die Wasser- oder Pflanzenattacken auf sich ziehen, helfen ihm mehr als Partner, die lediglich seine Resistenzen abdecken. Außerdem profitiert es davon, dass der Gegner bereits geschwächt ist, bevor es mit Schwerttanz sweepen soll. Wenn das Team ein schnelles Pokémon, eine solide Antwort auf Spezialangreifer oder konstante Heilung braucht, passt Rihornior nicht hinein: Seine Aufgabe besteht darin, wenige Male einzuwechseln, einen physischen Treffer abzufangen und ihn mit schwer zu ignorierender Kraft zurückzugeben.