Bissbark im Detail
Ein Rettungshund mit markantem Schnurrbart
Der gedrungene, dicht behaarte Körper erinnert an einen Begleitterrier, doch die Funktion, die ihm der Pokédex zuschreibt, ähnelt eher der eines Bernhardiners oder Neufundländers. Diese Mischung erklärt, warum es neben verirrten Personen in den Bergen auftauchen kann und warum sein Fell zugleich Schutz und Wärme spendet. In kalten Regionen hielt man es früher sogar im Haus – ein Bild, das zu seinem freundlichen Wesen und zu dem Vertrauen passt, das die Menschen in es setzen.
Der englische Name Stoutland vermittelt eine Vorstellung von Robustheit und verbindet den Namen mit einem großen Arbeitshund. Der japanische Name Mooland bewahrt den Klang des zweiten Teils des englischen Namens. Seine Kategorie, Großmut-Pokémon, verweist auf dieselbe Verbindung aus Stärke, Edelmut und Hilfsbereitschaft.
Der Sprung beim Angriff in der sechsten Generation
Bei seinem Debüt in der fünften Generation hatte Bissbark 100 Angriff und einen Gesamtwert von 490. Ab der sechsten Generation stieg sein Angriff auf 110, wodurch es einen Gesamtwert von 500 erreichte. Seine Funktion änderte sich dadurch nicht: Es blieb ein physischer Angreifer mit guten Verteidigungswerten, aber seine Treffer wurden gegen Gegner verlässlicher, die sie zuvor besser aushalten konnten.
Auch sein Repertoire hat sich im Lauf der Spiele verändert. In Schwert und Schild behält Bissbark Werkzeuge wie Knirscher, Kraftkoloss, Feuerzahn, Stromstoß und Knuddler, während ein Teil seiner früheren Attacken nicht mehr durch normales Erlernen verfügbar ist. Dieser Verlust betrifft vor allem Varianten, die auf Attacken aus früheren Generationen angewiesen waren, um Gegner unter Druck zu setzen oder zu erledigen, die seine Normal-Attacken resistieren.
Sandscharrer, Bedroher und das Stahlproblem
Sandscharrer ist der Grund, es in ein Team aufzunehmen, das bereits Sandsturm einsetzt. Es muss keine Runde für einen Initiativeboost vorbereiten: Nach der Aktivierung des Wetters kommt es ins Spiel und nutzt seine erhöhte Initiative, um vor vielen Gegnern anzugreifen. Knirscher verhindert, dass Geist-Pokémon kostenlos in eine Normal-Attacke einwechseln, während Kraftkoloss die Gesteins- und Stahl-Pokémon abdeckt, die seine Hauptattacken resistieren. Feuerzahn bietet eine weitere Möglichkeit, Stahl-Pokémon zu bestrafen, seine Stärke ist allerdings begrenzt.
Bedroher verändert den Ansatz. Damit kann Bissbark in eine physische Attacke einwechseln, den Angriff des Gegners senken und den Rest des Teams unterstützen. In Doppelkämpfen bringt Rechte Hand zusätzlichen Nutzen, indem es die nächste Attacke eines Verbündeten verstärkt. Donnerwelle kann außerdem einen schnelleren Gegner ausbremsen, aber diese Optionen zu wählen bedeutet, auf einen Teil des offensiven Drucks zu verzichten.
Wie man es einsetzt, ohne mehr zu verlangen, als es kann
Man sollte es nicht als speziellen Angreifer behandeln oder erwarten, dass es defensive Teams allein durchbricht. Seine 45 Punkte im Spezial-Angriff machen spezielle Attacken zu einer Ablenkung, selbst wenn sie Typen abdecken, die ihm gelegen kämen. Seine Initiative von 80 ist ordentlich, reicht aber ohne Sandscharrer nicht aus, um sich konstant durchzusetzen.
In einer normalen Partie ist es praktischer, es für den Zeitpunkt aufzusparen, an dem die gegen Normal resistenten Gegner geschwächt sind. Vergeltung wird stärker, wenn im vorherigen Zug ein Verbündeter besiegt wurde, und Zuflucht kann einen Kampf beenden, wenn es die übrigen Attacken bereits eingesetzt hat. Behält der Gegner ein gesundes Kampf-Pokémon, macht sich Bissbarks Schwäche sofort bemerkbar. Sein Fell schützt vor der Kälte; im Kampf muss die Typabdeckung diese Aufgabe übernehmen.