Monargoras im Detail
Ein Tyrannosaurus mit Krone
Monargoras nimmt den Tyrannosaurus als Grundlage, versucht ihn aber nicht wissenschaftlich korrekt nachzubilden. Der orangefarbene Kamm lässt sich als Krone deuten, die Falten am Kiefer als Bart und der Streifen am Hals als Umhang. Die vermeintlichen Federn am Hals knüpfen an die Vorstellung an, dass manche Dinosaurier befiedert gewesen sein könnten. Das Ergebnis ist ein Raubtier, das sich als Monarch präsentiert und nicht als Museumsrekonstruktion.
Der englische Name verbindet die Anspielung auf Tyrannosaurus mit den Vorstellungen von Tyrannei und Wutanfall. Die japanische Form, ガチゴラス, bewahrt die Verbindung zu den Zähnen und zu Balgoras. Auch der Typ Drache passt zur verbreiteten Verbindung zwischen Dinosauriern und Drachen, die durch die japanische Bezeichnung für Dinosaurier zusätzlich verstärkt wird.
Vom Fossil zum König
Monargoras erschien in der sechsten Generation zusammen mit Balgoras als Teil des Fossilienpaars von Kalos. Seine Entwicklung erreicht dasselbe Level wie bei Amagarga, ändert aber die zeitliche Bedingung: Balgoras entwickelt sich tagsüber zu Monargoras. Dieser Unterschied trennt zwei Deutungen der prähistorischen Vergangenheit: Amagarga steht für einen langhalsigen Sauropoden und Monargoras für ein Landraubtier, das seine Umgebung beherrscht.
Die Pokédex-Einträge halten stets an derselben Idee fest. Es lebte vor 100 Millionen Jahren, hatte keine Rivalen und konnte Stahl zerfetzen oder ein Auto zermalmen. Später gelangte die Art in weitere Generationen und erhielt Zugriff auf neue Optionen durch Attackenlehrer und TM, darunter Schuppenschuss, Meteorstrahl und Draco Meteor. In Schwert/Schild ermöglichen Schuppenschuss und Drachentanz ein offensiveres Set, während Meteorstrahl einen für seine Werte weniger natürlichen speziellen Ansatz eröffnet.
Der Treffer, der den Eintrag bestimmt
Im Kampf besteht sein direktester Plan darin, in eine Attacke einzuwechseln, die es resistiert, einen Wechsel zu erzwingen und Kopfstoß einzusetzen. Steinhaupt beseitigt den Rückstoß, den größten Nachteil dieser Attacke, und seine 121 Angriff sorgen dafür, dass selbst defensive Wechsel es ernst nehmen müssen. Drachenklaue ist nützlich, wenn man die Genauigkeit von Kopfstoß nicht riskieren möchte, und Erdbeben trifft viele Stahl- und Gesteins-Pokémon, die bequem in seine STAB-Attacken einwechseln könnten.
Titankiefer bietet eine sicherere Alternative. Knirscher profitiert von der Fähigkeit und bringt zusätzliche Coverage gegen Psycho und Geist; Eiszahn bestraft Boden-Pokémon, die darauf hoffen, seine Gesteins-Attacken zu resistieren, während Donnerzahn und Feuerzahn weitere konkrete Wechsel abdecken. Drachentanz verbessert Angriff und Initiative, braucht aber einen freien Zug und behebt seine defensiven Schwächen nicht.
Was ihm den Weg versperrt
Die physische Verteidigung von 119 ist gut, aber die Spezial-Verteidigung von 59 schränkt seine Einwechslungen stark ein. Ein schneller spezieller Angreifer kann es erledigen, bevor es seine Stärke ausnutzt. Außerdem hat es Probleme gegen Kampf, Boden, Eis, Stahl, Drache und Fee – eine zu lange Liste, um sich auf es als Wall zu verlassen. Seine Initiative von 71 reicht ebenfalls nicht aus, um ohne Unterstützung durch Drachentanz an einem großen Teil der offensiven Angreifer vorbeizuziehen.
Deshalb funktioniert es besser als Wallbreaker denn als automatischer Sweeper. Das Team muss die Stahl- und Boden-Pokémon schwächen oder beseitigen, die Kopfstoß abfangen können, und es profitiert von Wechsel-Attacken, die ihm einen schadensfreien Einstieg ermöglichen. In einem Spieldurchlauf ist diese Stärke besonders gegen langsamere Gegner, Trainer mit vielen Feuer- oder Flug-Pokémon und Kämpfe nützlich, in denen ein einziger Treffer genügt, um eine Lücke zu reißen. Sein Stil bleibt derselbe, den seine Einträge beschreiben: geradeaus vorstoßen und auf den Kiefer vertrauen.