Balgoras im Detail
Tyrannosaurierkiefer
Das Design geht von einem jungen Tyrannosaurier aus, wobei der Tyrannosaurus die wichtigste Referenz darstellt. Die Auswüchse über den Augen erinnern an die Tränenbeine anderer Mitglieder dieser Gruppe, und der riesige Kiefer bündelt die visuelle Identität der Entwicklungsreihe. Die Kategorie „Kronprinz-Pokémon“ knüpft an das Bild eines Wesens an, das dazu bestimmt ist, zu einem dominanten Räuber zu werden, auch wenn sein kindliches Aussehen bei Balgoras noch stärker ins Gewicht fällt.
Der englische Name mischt „tyrant“ oder „Tyrannosaurus“ mit „runt“, einem kleinen oder schwachen Jungtier. Der japanische Teil, Chigoras, geht auf chigo, ein Wort mit Bezug zu einem Kind, und eine Verformung von „saurus“ zurück. Der Typ Drache passt ebenfalls zur verbreiteten Verbindung zwischen Dinosauriern und Drachen; im Japanischen enthält das Wort für Dinosaurier einen Bezug zu einem „furchterregenden Drachen“.
Ein Fossil mit schlechter Laune
Es debütierte in der sechsten Generation zusammen mit Amarino, der anderen Fossilienart aus Kalos. Beide teilen sich die Fossilien-Kategorie, den Gesamtwert von 362 und eine Entwicklung auf Level 39, doch ihre Konzepte gehen schnell auseinander: Amarino steht für einen Sauropoden aus einem kalten Klima, während Balgoras auf einem jungen Tyrannosaurier und dem Verhalten eines verwöhnten Jungtiers aufbaut.
In seinen ersten Auftritten erhielt man es durch die Wiederbelebung eines Fossils. In der folgenden Generation behielt es diese Identität, auch wenn sich die Methode je nach Spiel änderte. In Schwert und Schild kehrte es mit den zusätzlichen Inhalten und einem an das TM-System, Tutor-Attacken und Ei-Attacken dieser Edition angepassten Repertoire zurück. Es wurde nicht Teil des Pokémon-Kaders von Pokémon Karmesin und Pokémon Purpur.
Das Jungtier auf der Suche nach einem Platz
Im Little Cup erinnert es mit seiner physischen Ausrichtung und der Tendenz, nach einer Vorbereitungsrunde zu suchen, an Koknodon. Balgoras opfert jedoch einen Teil der rohen Kraft für eine ungewöhnliche Kombination aus Gestein und Drache sowie bessere Resistenzen gegen Feuer, Elektro, Flug, Normal und Gift. Diese Kombination gibt ihm außerdem mehr Gelegenheiten, gegen einige Angreifer einzuwechseln, auch wenn die Schwächen gegen Boden, Kampf und Fee zu häufig auftreten.
Die direkteste offensive Form kombiniert Titankiefer mit Knirscher und einer Coverage-Attacke. Drachentanz ist das Element, das seine mittelmäßige Initiative in eine echte Bedrohung verwandelt, aber zuvor müssen Gegner vom Typ Fee und Stahl beseitigt werden. Erdbeben deckt Letztere ab; Eiszahn hilft gegen Boden- und Drachen-Bedrohungen; Steinkante liefert einen wuchtigeren Treffer vom Typ Gestein als Steinhagel, allerdings auf Kosten der Genauigkeit.
So holt man das Beste aus seiner Runde heraus
Man sollte es nicht gegen starke Spezialangriffe einwechseln und nicht gegen einen Gegner stehen lassen, der es mit Kampf, Boden oder Fee treffen kann. Robustheit funktioniert am besten, wenn es mit vollen KP einwechselt und Unterstützung erhält, um diesen Zustand zu bewahren. Titankiefer begünstigt eine physische Auswahl auf Basis von Knirscher, Fruststampfer und den Elementar-Fang-Attacken, aber Balgoras kann nur vier Attacken mitnehmen und muss daher meist auf einen Teil der benötigten Coverage verzichten.
In einem normalen Spieldurchlauf eignet es sich vor seiner Entwicklung als physischer Angreifer in der Phase, in der es Biss, Drachenrute, Steinhagel und Knirscher erlernt. Erdbeben kommt später hinzu und verbessert seine Matchups gegen Stahl und Gestein deutlich. Wenn es am Tag Level 39 erreicht, ist es kein Jungtier mit begrenzten Werten mehr, sondern die erwachsene Stufe seiner Entwicklungsreihe.