Bidifas im Detail
Ein Biber mit Latz
Das Design geht von einem Biber aus, beschränkt sich aber nicht darauf, seine auffälligsten Merkmale zu kopieren. Die helle Brust wirkt wie ein Latz und erklärt die Kategorie „Biber-Pokémon“, während die aufrechte Haltung es als Wesen zeigt, das mit seinen Vorderpfoten arbeiten kann. Die Pokédex-Einträge stellen es als Baumeister dar: Es nagt, stapelt, errichtet Dämme und verändert den Fluss, um sich dort niederzulassen. Es ist weder ein Raubtier noch ein Wesen mit ungewöhnlichem Verhalten. Seine Identität besteht darin, seine Umgebung zu verändern.
Auch der Name folgt dieser Mischung. Bibarel verbindet die englische Anspielung auf den Biber mit der Idee eines Fasses; ビーダル Beadaru verwendet eine Grundlage, die mit „Biber“ zusammenhängt, und das japanische taru, „Fass“. Schwanz, Fell und Schneidezähne machen den ersten Teil erkennbar, während der breite Körper und die Brustzeichnung den zweiten verstärken.
Vom Abenteuerwerkzeug zur Nebenrolle
Bidifas debütierte in der vierten Generation zusammen mit Bidiza und wurde während der Sinnoh-Spiele dank der großen Zahl an Feldattacken, die es erlernen konnte, mit der Erkundung verbunden. Diese Nützlichkeit fiel im Abenteuer stärker ins Gewicht als seine Statuswerte. Als VMs ab Sonne und Mond nicht mehr nötig waren, verlor es diese konkrete Aufgabe und war fortan stärker auf seine Kampffunktionen und Fähigkeiten angewiesen.
In Pokémon-Legenden: Arceus erscheint es mit demselben Grundkonzept: ein ans Wasser gebundener Baumeister mit einer direkten Entwicklung auf Level 15 und ohne alternative Form, die seine Rolle verändern würde. Seine aktuelle Lernliste konzentriert sich auf physische Attacken, grundlegende Kontrolle und offensive Vorbereitung. Zwischen den Generationen gibt es keinen Konzeptwechsel; geändert hat sich der Kontext, der es früher außerhalb der Kämpfe nützlich machte.
Wankelmut braucht ein Zeitfenster
Die Kombination aus Wankelmut und Schwerttanz ist der Grund, es überhaupt in einem Team auszuprobieren. Der offensive Anstieg kommt sofort, und Nassschweif trifft Gegner, die Risikotackle nicht gut verkraften. Knirscher verhindert, dass Pokémon vom Typ Geist kostenlos in eine Normal-Attacke einwechseln, löst das Problem aber nicht vollständig: Defensive Geist-Pokémon können den Treffer aushalten und es zum Rückzug zwingen.
Es sollte Gelegenheiten gegen passive oder geschwächte Gegner suchen, die es nicht mit Elektro, Kampf oder Pflanze bedrohen können. Es sollte nicht mit der Erwartung eingewechselt werden, längere Schlagabtausche zu gewinnen. 60 Verteidigung und 60 Spezial-Verteidigung reichen nicht für eine Strategie, die auf Zermürbung setzt, und 71 Initiative machen deutlich, dass Prioritätsattacken oder Unterstützung bei der Initiative sehr hilfreich sind. Unkenntnis funktioniert besser gegen Gegner, die Verbesserungen anhäufen wollen, gibt aber den unmittelbaren Druck von Wankelmut auf.
Im Vergleich zu anderen Nagern
Im Vergleich zu Geradaks bietet es eine ungewöhnlichere Typenkombination und einen natürlichen Zugang zu Wasser-Attacken. Außerdem resistiert es Feuer, Eis, Stahl und Wasser. Geradaks verkörpert dagegen besser das Profil eines schnellen Normal-Angreifers. Bidifas nimmt eine Zwischenposition ein: Es verfügt über mehr defensive Werkzeuge als ein rein offensiver Nager, aber ihm fehlen die Initiative und die Stärke, um das Tempo vorzugeben.
Es ähnelt auch anderen Pokémon aus den ersten Routen, die erst mit einer bestimmten Fähigkeit richtig aufdrehen. Ohne Wankelmut reichen seine 85 Angriff nicht aus, um viele Gegner einzuschüchtern; mit Wankelmut muss der Gegner ihm die Runde für Schwerttanz überlassen. Diese Abhängigkeit erklärt seine übliche Position: nützlich für ein Abenteuer, mit Vorbereitung in lockeren Kämpfen brauchbar und unzuverlässig, wenn der Gegner ab der ersten Runde angreift.