Flattutu im Detail
Ein Küken unter einem Rüschenkleid
Das Design geht von einer einfachen Idee aus: einem winzigen Küken, das sich leichtfüßig bewegt. Die gelbe Form und die dünnen Beine erinnern an einen jungen Vogel, während die seitlichen Rüschen wie ein Rock oder ein festliches Kleid wirken. Diese Mischung erklärt auch den Unterschied zwischen seinem Aussehen und dem eines echten Vogels: Es hat keine sichtbaren Flügel und keinen zum Fliegen geeigneten Körper, sondern eine Gestalt, die über ihren Beinen zu schweben scheint.
Der japanische Name Hirahina beschreibt dieses Bild besser als der englische Name. Hirahira verweist auf etwas, das flattert oder im Wind weht, und hina bedeutet „Küken“. Im Englischen vermittelt „flitter“ die Vorstellung einer schnellen, leichten Bewegung, während „little“ seine Größe betont. Die Entwicklung zu Psiopatra führt denselben Ausgangspunkt zu einem größeren Wesen mit einer stärkeren Inspiration durch Laufvögel weiter.
Eine Entwicklungslinie mit klarem Ziel
Flattutu ist die schwache Phase einer Linie, die sich dafür auszahlt, bis Level 35 zu warten. In den ersten Abschnitten des Abenteuers erfüllt es die Rolle eines Spezial-Angreifers vom Typ Psycho, doch seine 30 KP und seine 30 Punkte in jeder Verteidigung machen neutrale Treffer gefährlich. Seine 75 Initiative fällt beim Einsatz am meisten auf: Es kann vor vielen Pokémon der ersten Routen angreifen und diesen Vorteil mit Konfusion, Psystrahl oder Zauberschein nutzen.
Für die Entwicklung sind weder Freundschaft noch ein Item, ein bestimmter Ort oder eine erlernte Attacke nötig. Es muss lediglich Level 35 erreichen. Dadurch kann man es ohne besondere Vorbereitung im Team behalten, zugleich zieht sich seine Zwischenstufe bis in einen fortgeschrittenen Abschnitt der Handlung.
Was Temposchub bietet
Temposchub ist seine versteckte Fähigkeit und bestimmt den einzigen wirklich eigenen Verbesserungsplan. In jeder Runde, in der es auf dem Feld bleibt, steigt seine Initiative schrittweise. Eine Kombination aus Schutzschild, Gedankengut und Psychoschock kann ihm Zeit geben, Verbesserungen anzusammeln und über die physische Seite der gegnerischen Verteidigung anzugreifen, doch der Spielraum für Fehler ist klein. Flattutu hat nur wenige KP und kann es sich nicht leisten, mehrere Attacken einzustecken, während es die Grundlage vorbereitet.
In Doppelkämpfen können Staffette, Rechte Hand, Lichtschild und Reflektor seine Funktion in Richtung Unterstützung lenken, auch wenn seine Verteidigungswerte weiterhin die Zahl der verfügbaren Runden begrenzen. Schnüffler ist während des Abenteuers praktischer: Das gegnerische Item zu kennen, hilft bei der Entscheidung, ob man angreifen, wechseln oder es mit Raub stehlen sollte. Gefahrvorahnung erfüllt eine ähnliche Erkennungsfunktion, indem die Fähigkeit vor gefährlichen Attacken warnt.
Ein Angreifer auf der Durchreise
Der Psycho-Typ erlaubt es ihm, Gegner vom Typ Kampf und Gift zu bestrafen, defensiv widersteht es jedoch nur Kampf und Psycho und ist gegen Käfer, Geist und Unlicht schwach. Längere Auseinandersetzungen gegen Pokémon mit Prioritätsattacken, Flächenattacken oder beliebigen Attacken, die diese Schwächen ausnutzen, sollte man vermeiden. Sein Angriff von 35 schließt konventionelle physische Sets aus; Bodycheck, Zen-Kopfstoß oder Schmarotzer gehören zwar zu seinem Repertoire, sind aber kein Grund, es zu behalten.
Im Abenteuer ist es am einfachsten, es als schnellen Spezial-Angreifer einzusetzen, ihm Psychokinese beizubringen, sobald die Attacke verfügbar ist, und einen Platz für Schutzschild oder Gedankengut freizuhalten, wenn man Temposchub ausprobieren möchte. Sobald Psiopatra verfügbar ist, macht der Vergleich Flattutus Funktion deutlich: Es ist eine Trainingsstufe mit nützlicher Initiative und keine Form, die am Ende im Team bleiben soll. Sein Debüt in der neunten Generation bedeutet außerdem, dass es noch keine generationsübergreifende Geschichte von Änderungen gibt, die man analysieren könnte.