Quabbel im Detail
Eine Qualle mit höfischen Manieren
Quabbels Design geht von einer Qualle aus, versucht aber nicht, sie naturalistisch nachzubilden. Sein Körper wirkt, als trüge er einen Volant, und die Arme erinnern an Ärmel oder Schleier. Daher stammt das Bild einer Meeresaristokratie, das es mit Apoquallyp teilt. Die Inspiration hängt mit Nurarihyon zusammen, einem japanischen Yōkai, der als menschenähnliche Meereskreatur mit feiner Kleidung dargestellt wird. Auch die Geisterqualle passt dazu, eine Tiefseeart, deren Anhänge wie im Wasser schwebende Stoffbahnen wirken.
Der englische Name ist ziemlich durchsichtig: „frill“ verweist auf den Volant und „jellyfish“ auf die Qualle. Im Japanischen enthält Pururiru purupuru, einen Ausdruck, der mit Zittern verbunden ist, und greift zugleich dieselbe Volant-Idee auf. Die Kombination erklärt sowohl sein gelatinöses Aussehen als auch die wellenartige Bewegung seiner Gliedmaßen.
Vom reinen Wasser-Typ zum Tiefseegeist
Quabbel und seine Entwicklung wurden ursprünglich als reine Wasser-Pokémon entworfen. Der Typ Geist wurde während der Entwicklung ergänzt, um die Linie auszugleichen. Dadurch veränderte sich auch die Wirkung des Designs: Aus einer herrschaftlich wirkenden Qualle wurde eine Kreatur, die mit Schiffswracks, Ertrinken und Legenden über versunkene Städte verbunden ist. Die Pokédex-Einträge greifen diese Entscheidung auf und beschreiben eine direkte Jagd mit Gift, Tentakeln und einer Tiefe von 8000 m.
Die Art erschien in der fünften Generation, und ihre Entwicklungslinie verfolgt eine zusammenhängende Bildidee: Quabbel stellt die junge, schwebende Gestalt dar, während Apoquallyp diesen Look zu einer eindrucksvolleren Kreatur weiterführt. Die eingetragene männliche Form behält dasselbe Grundkonzept bei, obwohl die Linie je nach Geschlecht mit einer anderen Darstellung spielt.
Die Nische im Little Cup
Im Kampf liegt seine beste Phase im Little Cup. Dort kann es dank der Kombination Wasser/Geist Attacken vom Typ Normal und Kampf abfangen, in bestimmte Wasser-Attacken einwechseln und als Blocker für Turbodreher fungieren. Seine Spezial-Verteidigung von 85 ist der höchste Wert seines Verteilung, während seine 40 Initiative dafür sorgen, dass es sich keine langen Schlagabtausche mit offensiven Gegnern leisten kann, die es auf der physischen Seite treffen.
Ein defensiver Ansatz kombiniert Tastfluch mit Genesung, Siedewasser, Spukball und Irrlicht. Die Verbrennung nimmt physischen Angreifern ihre Bedrohlichkeit und setzt den Gegner einem fortlaufenden Verschleiß aus. Bizarroraum eröffnet eine weitere Möglichkeit, seine Langsamkeit auszunutzen, kostet aber einen Platz, der auch für Heilung oder Schaden verwendet werden könnte.
Was ihm den Weg versperrt
Das Hauptproblem ist, dass seine Immunitäten nicht alle Schwächen ausgleichen. Pflanzen-, Elektro-, Geist- und Unlicht-Attacken treffen es sehr effektiv, und eine Verteidigung von 50 erlaubt es ihm nicht, sorglos in physische Attacken einzuwechseln. Nutzer von Unlicht-Attacken sind besonders unangenehm, vor allem wenn sie zusätzlich sein Item entfernen können. Pflanzen-Attacken widerstehen außerdem seinen Wasser-Attacken und zwingen es, Deckungsoptionen zu suchen oder den Kampfplatz zu verlassen.
Quabbel konkurriert mit Arten wie Traunfugil um den Platz des defensiven Geists. Traunfugil verfügt über mehr Initiative und insgesamt bessere Werte. Quabbels Ausgleich liegt in der Kombination mit Wasser, H2O-Absorber und dem Zugriff auf Attacken wie Siedewasser, Genesung und Irrlicht. In einem Story-Durchlauf reichen diese Werkzeuge aus, um in bestimmte Attacken einzuwechseln und den Gegner zu zermürben. In anspruchsvollen Kämpfen bestimmen seine Langsamkeit und seine Schwächen jedoch jeden Wechsel.