Laternecto im Detail
Eine Lampe für die Seelen
Laternectos Körper verbindet eine Öl- oder Straßenlaterne mit dem Bild einer umherwandernden Flamme, die mit den Toten in Verbindung steht. Der schwarze Lampenschirm erinnert an einen spitzen Hut, während die armlosen Arme seinen Eindruck als schwebender Gegenstand verstärken. Die in seinem Kopf eingeschlossene Flamme unterscheidet es von einer gewöhnlichen Lampe: Sie beleuchtet keinen Raum, sondern steht für die Energie, die es aus Seelen gewinnt.
Der englische Name verbindet „lamp“, Lampe, mit „lambent“, einem sanften oder flackernden Leuchten. Auch „lament“, Klage, passt wegen seiner Verbindung zum Tod. Sein japanischer Name, ランプラー (Lampler), geht auf „lamp“ zurück und behält den direkten Bezug zum Gegenstand bei. Einen abweichenden deutschen Namen gibt es nicht: Laternecto behält den internationalen Namen nicht bei, sondern hat eine eigene deutsche Bezeichnung.
Die Laterne zwischen Kerze und Kronleuchter
Die Entwicklungslinie schreitet in visuell sehr klaren Etappen voran. Lichtel ist eine kleine Kerze, die Menschen in ihrer Nähe anlockt; Laternecto stellt die Laterne dar, die durch die Straßen zieht und neben Krankenhäusern wartet; Skelabra führt die Idee bis zu einem Kronleuchter weiter, der mehrere Flammen tragen kann. Die Veränderung ist nicht nur dekorativ. Die Pokédex-Einträge lassen das Verhalten davon übergehen, Lebensenergie anzuziehen, bis es direkt nach den Seelen Sterbender sucht.
Auch die Entwicklungsbedingung markiert seinen Platz in der Kette. Lichtel muss Level 41 erreichen, um sich zu Laternecto zu entwickeln, während die finale Entwicklung die Verwendung eines Finstersteins erfordert. Dadurch kann man es während des Spielverlaufs in dieser Phase behalten, wenn man seine durch Levelaufstieg erlernten Attacken bevorzugt, statt es sofort zu entwickeln.
Was sich seit seinem Debüt geändert hat
Laternecto erschien in der Einall-Region und behält seitdem die Typen Geist und Feuer, die Entwicklungslinie und das Konzept einer mit dem Tod verbundenen Laterne. Seine versteckte Fähigkeit hat sich zwischen den Generationen jedoch geändert. Bei seinem Debüt war es Wegsperre; in den späteren Generationen wurde daraus Schwebedurch. In den aktuellen Spielen stehen die Kombination aus Feuerfänger, Flammkörper und Schwebedurch zur Verfügung.
Die Änderung ist relevant, weil Wegsperre den Rückzug des Gegners verhinderte, während Schwebedurch einen anderen und direkteren Nutzen bietet: Es ignoriert Barrieren wie Delegator. Dadurch wird Laternecto zwar nicht zu einer Bedrohung der Spitzenklasse, aber es verändert, welche Begegnungen es bestreiten kann und welche Funktion seine versteckte Fähigkeit erfüllt.
So nutzt du es, ohne zu viel von ihm zu verlangen
Die Verteilung von 95 Spezial-Angriff gegenüber 40 Angriff und 55 Initiative gibt eine einfache Richtung vor: Es sollte über die spezielle Seite angreifen und längere physische Schlagabtausche vermeiden. Spukball ist seine zuverlässigste Geist-Attacke, Flammenwurf sorgt für konstanten Feuerschaden, und Hitzekoller trifft deutlich härter, senkt dafür aber den Spezial-Angriff nach dem Einsatz. Irrlicht eignet sich, um physische Gegner zu bestrafen, löst seine Geschwindigkeitsprobleme allein aber nicht.
Feuerfänger funktioniert am besten, wenn das Team einen sicheren Wechsel in Feuer-Attacken ermöglicht. Flammkörper passt zu einer riskanteren Strategie, bei der man physische Kontakte hinnimmt und auf eine Verbrennung hofft. Schwebedurch ist wertvoll, wenn der Gegner auf Delegator angewiesen ist, gleicht seine Schwächen gegen Wasser, Boden, Gestein, Geist und Unlicht aber nicht aus.
Im Abenteuer von Pokémon Karmesin und Pokémon Purpur erfüllt es die Rolle eines vorübergehenden speziellen Angreifers, bis die Möglichkeit besteht, Skelabra einzusetzen. Auch in Kämpfen mit begrenzter Stärke findet es seinen Platz, da seine Immunitäten gegen Normal und Kampf es gegen bestimmte Attacken einwechseln lassen. Sein Design braucht dagegen nie eine solche Erklärung: Es genügt, in einer Stadt eine gewöhnliche Laterne zu sehen, um zu verstehen, warum die Pokédex-Einträge davon abraten, sich ihr zu sehr zu nähern.