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Offizielles Artwork von Nincada

#0290

Nincada

Gen III

Vorbereiter-Pokémon

KäferBoden

Pokédex-Eintrag · X

Da es fast sein gesamtes Leben unter der Erde verbracht hat, ist es nahezu blind. Es setzt daher als Augenersatz seine Fühler ein.

Größe
0.5 m
Gewicht
5.5 kg
Basis-EP
53
Wachstum
Unregelmäßig
Fangrate

255/255Sehr leicht

Freundschaft

70/255

Basiswerte

KP31Angriff45Verteidigung90Initiative40Sp.-Vert.30Sp.-Ang.30
KP
31
Angriff
45
Verteidigung★
90
Initiative
40
Sp.-Vert.
30
Sp.-Ang.
30

Gesamt 266

Niedrig

EV-Ausbeute +1 Verteidigung

Reale Spannen (IV 0–31 · EV 0–252 · Wesen inklusive)

MinMax
KP91138
Angriff45106
Verteidigung85156
Initiative40101
Sp.-Vert.3190
Sp.-Ang.3190
Gesamt323681

Über Nincada

Die Fühler dienen ihm als Augen. Jahrelanges Leben unter der Erde in völliger Dunkelheit hat es praktisch blind gemacht, und die Pokédex-Einträge kommen immer wieder darauf zurück: Es sieht schlecht, orientiert sich mit seinen Fühlern und flieht vor dem Sonnenlicht, weil es ihm wehtut. Mit den Vorderklauen gräbt es, bis es auf Baumwurzeln stößt, und saugt ihnen Feuchtigkeit und Nährstoffe aus. Manche Exemplare verbringen dort unten mehr als zehn Jahre reglos in Erwartung ihrer Entwicklung.

Es ist einen halben Meter groß, wiegt 5,5 kg und gehört offiziell zur Kategorie Vorbereiter-Pokémon. Für ein Wesen, das noch gar nicht damit angefangen hat, das zu tun, wofür es existiert, ist das ziemlich treffend. Die graue Farbe und der gepanzerte Körper passen dazu: Das hier ist eine Übergangsphase auf Beinen.

Und dieses Warten bestimmt seinen Platz in der Entwicklungslinie. Es entwickelt sich aus keinem anderen Pokémon, ist also der Anfang, und auf Level 20 entwickelt es sich nicht einfach weiter, sondern teilt sich: Ninjask entsteht und, wenn die Bedingung erfüllt ist, zusätzlich Ninjatom. Es ist der einzige Fall im Pokédex, bei dem eine Entwicklung zwei Pokémon statt einem hervorbringt.

Kampfanalyse

×2

Schwäche

FeuerWasserEisFlug
×½

Resistenz

KampfGiftBoden
×0

Immunität

Elektro

Nincada im Detail

Eine Zikade auf halbem Weg nach draußen

Das Design zeigt eine Zikadennymphe, also die Phase, in der das Insekt unterirdisch lebt, Pflanzensaft aus Wurzeln saugt, dann an einen Stamm klettert und aus seiner Hülle schlüpft. Echte Zikaden verbringen je nach Art Jahre unter der Erde, und die Einträge im Spiel wiederholen die Angabe von mehr als zehn Jahren. Daher kommt der Typ Boden, der bei einem Käfer nicht naheliegt, solange man nicht weiß, um welchen Käfer es sich handelt.

Der englische Name verbindet ninja mit cicada, also Zikade. Der japanische Name ツチニン macht dasselbe mit 土 (Erde) und der Silbe ニン aus ninja. Und der Witz zieht sich nach oben weiter: Ninjask ist die erwachsene Zikade, mit der passenden Geschwindigkeit und den passenden Flügeln, während Ninjatom die Exuvie ist, die leere Hülle, die draußen an der Rinde hängen bleibt. Die ganze Entwicklungslinie ist eine Häutung, erzählt in drei Bildern.

Der freie Platz und der Ball

Der Mechanismus, der Nincada berühmt macht, steckt nicht im Pokémon, sondern im Menü. Bei der Entwicklung wird das Team geprüft: Ist ein Platz frei, erzeugt das Spiel ein zweites Pokémon aus dem Körper, den Nincada gerade zurückgelassen hat. Rubin, Saphir und Smaragd verlangten nur das. Ab der vierten Generation kam der Pokéball hinzu, der außerdem verbraucht wird, und in den meisten Spielen muss es ein gewöhnlicher Pokéball sein, kein Superball und keine andere Variante.

Die praktische Folge: Viele Leute haben ihr Nincada mit einem vollen Team entwickelt und nie erfahren, worauf sie verzichtet haben. Ninjatom entschädigt für den Aufwand: Es hat kaum KP, aber seine Fähigkeit sorgt dafür, dass es nur von sehr effektiven Attacken getroffen wird. Gegen einen Gegner ohne die passende Coverage ist es dadurch unantastbar. Das Spiel kündigt dieses Ergebnis nirgendwo an.

Die Level, die es nie erlebt

Ein Detail fällt auf, wenn man die Liste der Attacken nach Leveln betrachtet: Sie reicht weit über den Punkt hinaus, an dem Nincada aufhört zu existieren. Absorber auf Level 21, Metallklaue auf Level 25, Kratzfurie auf Level 30, Telepathie auf Level 35, Schaufler auf Level 40. Da es sich auf Level 20 entwickelt, erreicht ein Nincada diese Attacken nur, wenn der Trainer die Entwicklung bei jedem Levelaufstieg von Hand abbricht und das zwanzig Level lang durchzieht. Die Belohnung für diese Sturheit sind Kratzfurie und Schaufler mit 45 Angriff – genau so wenig, wie es klingt.

Verglichen mit Waumpel, dem anderen Käfer aus Hoenn mit einer in zwei Zweige geteilten Entwicklung, ist der Kontrast klar: Dort hängt die Verzweigung von einem verborgenen Wert ab, auf den der Spieler keinen Einfluss hat; hier hängt sie von zwei Dingen ab, die im Menü sichtbar sind. Auch die Effizienz der Fleiß-Punkte passt dazu: 1 Punkt Verteidigung, stimmig für dieses gepanzerte Wesen, das sein Leben damit verbringt, Erde wegzuschieben. Nichts davon macht Nincada zu einem guten Pokémon. Interessant ist der Ablauf – und der dauert bis Level 20.

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