Riolu im Detail
Ein Aura-Welpe mit einer Hundemaske
Das Design von Riolu basiert auf einem hundeartigen Tier mit Merkmalen, die an einen Schakal erinnern. Seine Gesichtszeichnungen und Ohren lassen außerdem an einen kleinen maskierten Caniden denken. Die Verbindung zu Anubis passt zu der Beziehung der Spezies zur Aura: Riolu sendet nicht einfach nur Energie aus, sondern nutzt sie als Sprache und als Sensor für Gefühle.
Der japanische Name リオル (Riolu) ist ein Teilanagramm von ルカリオ (Lucario), wobei die mittleren Silben fehlen. Die Beziehung zwischen beiden Namen unterstreicht, dass Riolu die junge Form von Lucario ist, auch wenn sich sein Verhalten nicht auf das einer verkleinerten Version seiner Entwicklung beschränkt. Die Pokédex-Einträge betonen, dass es noch ein Baby ist, obwohl es bereits eine ungewöhnliche körperliche Ausdauer zeigt.
Die Entwicklung, die seine Funktion verändert
Riolu erschien in der vierten Generation als Vorstufe von Lucario. Für seine Entwicklung braucht es weder einen Entwicklungsstein noch eine bestimmte Attacke: Es benötigt Freundschaft und muss tagsüber ein Level aufsteigen. Dadurch hängt der Zeitpunkt der Entwicklung von der Behandlung durch seinen Trainer ab, was zu einer Spezies passt, die die Gefühle von Menschen und Pokémon wahrnimmt.
Im Lauf der Generationen erhielt seine mechanische Rolle durch Strolz als versteckte Fähigkeit eine zusätzliche Option. Diese Fähigkeit erhöht den Schaden nicht direkt, verändert aber die Reihenfolge von Status-Attacken und verleiht Aktionen wie Schwerttanz, Rechte Hand, Schutzschild oder Nachahmer einen Wert. Außerdem war es vom defensiven Wandel durch die Einführung des Typs Fee betroffen, der seinem Kampf-Profil eine zusätzliche Schwäche hinzufügte.
Was es vor der Entwicklung zu Lucario bietet
Sein Angriff von 70 reicht aus, um Attacken wie Nahkampf, Kraftwelle oder Erdbeben gut zu nutzen. Die Initiative von 60 lässt es vor einigen langsamen Gegnern handeln, gleicht aber weder eine Verteidigung von 40 noch eine Spezial-Verteidigung von 40 und KP von 40 aus. Ein starker, neutraler Treffer setzt es meist außer Gefecht, weshalb man es nicht ohne klare Prediction einwechseln sollte.
Im Little Cup ist seine besondere Eigenschaft die Kombination aus Strolz und Nachahmer. Schwerttanz kann einen physischen Angriff vorbereiten, während Nachahmer die zuletzt eingesetzte Attacke wiederholt. Dafür muss man die Reihenfolge der Aktionen kontrollieren und verhindern, dass der Gegner ihm eine nutzlose Kopie überlässt. Gegen Teams mit Geist-Pokémon verlieren Kampf-Attacken an Wert, daher helfen Knirscher oder Schattenklaue dabei, nicht an ihnen hängen zu bleiben.
Ein Jungtier mit direkten Konkurrenten
Mienfoo und Timburr konkurrieren im Little Cup mit ihm um einen Platz im Team, weil sie eine stabilere physische Präsenz bieten. Riolu antwortet mit einer breiteren Coverage und der Möglichkeit, dank Strolz Status-Attacken mit erhöhter Priorität einzusetzen, bezahlt diese Flexibilität aber mit schwachen Verteidigungswerten.
In einem Spieldurchlauf ist seine beste Phase die Zeit vor der Entwicklung, in der es mit Eishieb, Donnerschlag, Metallklaue und Erdbeben Bedrohungen abdecken kann, gegen die ein reines Kampf-Pokémon kaum Druck aufbauen würde. Nach Erfüllung der Freundschaftsbedingung nimmt Lucario seinen Platz ein und verändert die Statuswerte und Kampfmöglichkeiten grundlegend. Der Unterschied zwischen beiden Phasen liegt nicht nur im Aussehen: Riolu kämpft wie ein schnelles und zerbrechliches Jungtier, während seine Entwicklung bereits in einer ganz anderen Einsatzklasse spielt.