Sandan im Detail
Von サンド zu Sandpan
Der japanische Name ist auf eine ermüdende Weise schlicht: サンド, „Sand“, und das war’s. Der entscheidende Hinweis steckt im Namen seiner Entwicklung, サンドパン (Sandpan), bei dem dieses „pan“ von „Pangolin“ kommt. Damit bestätigt sich, was das Design ohnehin deutlich macht und der englische Name verschleiert: shrew ist eine Spitzmaus, aber das Vorbild ist ein Schuppentier, mit einer gewissen Nähe zum Gürteltier. Beide haben harte Schuppen, Grabkrallen und die Fähigkeit, sich zu einer Kugel zu schließen. Am ähnlichsten ist es dem Malaiischen Schuppentier, so sehr, dass der Zoo von Singapur 2017 ein sechs Wochen altes gerettetes Jungtier „Sandshrew“ taufte.
Wenn man es genau nimmt, ist die Panzerung das Einzige, was der englische und der japanische Name mit dem echten Tier gemeinsam haben: Weder rollt sich die Spitzmaus ein, noch ist Sand der Lebensraum des Malaiischen Schuppentiers, das im Dschungel lebt.
Geliehener Sand
Drei Generationen lang hatte es nur Sandschleier, eine Fähigkeit, die bei Sandsturm die Fluchtwert erhöht und zu sehr vom Glück abhängt, um wirklich etwas zu leisten. Mit den versteckten Fähigkeiten der fünften Generation kam Sandscharrer und damit der einzige Plan, mit dem es ernsthaft konkurrenzfähig wurde. Auch in der zweiten Generation, als der Spezial-Wert in zwei Werte aufgeteilt wurde, blieben ihm 20 Spezial-Angriff und 30 Spezial-Verteidigung: Die offensive Hälfte trocknete vollständig aus.
Das Repertoire ist dagegen breiter, als sein Statusblatt vermuten lässt. Walzer auf Level 9 und Gyroball auf Level 36 sind rollende Kugel-Attacken, die nur bei ihm wirklich Sinn ergeben; Sandwirbel auf Level 6 und Dampfwalze auf Level 18 geben am Anfang das Tempo vor; Schaufler kommt auf Level 33 und Sandsturm, die zur Attacke gewordene Fähigkeit, auf Level 42. Das ist eine Liste für ein Pokémon, das sich durch Graben verteidigt.
Das Pokémon, das in den Schnee zog
Die Alola-Form ist die beste Idee, die diese Spezies bisher hatte. Der Spielgeschichte zufolge trieb vulkanische Aktivität sie in die verschneiten Berge, wo sie den Typ Eis und Stahl annahm und eine Eisschicht auf der Haut bekam. Der Preis war der Verlust dessen, was sie definiert hatte: Die Alola-Variante kann sich nicht einrollen, und der weiche Bauch bleibt sichtbar. Ihre Fähigkeiten ändern sich parallel – Schneemantel und Schneescharrer, dieselben Ideen von Sand auf Hagel übertragen – und ihre Verteidigung steigt, während der Spezial-Angriff noch weiter sinkt.
In Alola erscheint sie auf dem Mount Lanakila und im Dorf der Kapu, und zu den traditionellen Festen der Region gehören Wettbewerbe, bei denen Sandan über Eis rutscht. In Kitakami, bereits in der neunten Generation, leben beide Formen zum ersten Mal im selben Gebiet, sodass man sie direkt miteinander vergleichen kann. In Rot und Blau war es dagegen exklusiv für eine Edition, während Vulpix in der anderen seinen Platz einnahm.