Cerapendra im Detail
Ein Tausendfüßer mit dem Umriss eines Reittiers
Das Design basiert auf einem Tausendfüßer, insbesondere auf der Familie Scolopendra, und ergänzt ihn um Merkmale anderer großer Myriapoden. Die Halsklauen stellen den Mechanismus dar, mit dem es seine Beute fängt und ihr Gift injiziert, während die vorderen und hinteren Hörner sein Aussehen als zum Ansturm bereites Tier verstärken. Die angehobene Silhouette erinnert außerdem an ein Pferd – eine Verbindung, die mit dem japanischen Namen Pendror zusammenhängt. Er leitet sich von Scolopendra ab und hat einen Klang, der diese Reitidee beibehält.
Der englische Name Scolipede verbindet Scolopendra mit centipede oder millipede. Die Spezies wurde zusammen mit ihren Vorstufen von Tomohiro Kitakaze entworfen. Das erklärt, warum Toxiped, Rollum und Cerapendra Farbe, Ringe und die Entwicklung von einer kleinen Larve zu einem gepanzerten Räuber teilen.
Von der fünften Generation bis Schwert und Schild
Cerapendra debütierte in der fünften Generation als finale Entwicklung von Toxiped. Von Anfang an fiel es durch eine ungewöhnliche Geschwindigkeit für ein schwer wirkendes Wesen und durch den Zugriff auf Temposchub auf. In späteren Generationen behielt es die Kombination Käfer/Gift, seine drei Fähigkeiten und seine offensive Funktion bei, auch wenn sich die Verfügbarkeit von Attacken und Kampfsystemen je nach Spiel verändert hat. In Schwert und Schild behält es Werkzeuge wie Schwerttanz, Stachler, Giftspitzen, Schutzschild und Megahorn.
Die Entwicklungslinie besitzt außerdem eine registrierte Mega-Form, die von der normalen Form getrennt ist. Diese Variante treibt das Rüstungskonzept weiter und verstärkt die optische Verbindung zwischen dem segmentierten Körper, einem Kriegsreittier und metallischem Schutz.
Die Runde, die es zum Starten braucht
Im Kampf macht Temposchub den Unterschied. Eine geschützte Runde reicht aus, um die Initiative zu erhöhen, ohne eine Vorbereitungsattacke einsetzen zu müssen. Danach kann es zwischen Angriff und dem weiteren Ausbau seines Vorteils wählen. Schwerttanz verleiht ihm mehr Durchschlagskraft, verlangt aber nach einer passenden Lücke; Stachler und Giftspitzen sind nützlicher, wenn das Team ohnehin auf Verschleiß ausgerichtet ist. Megahorn richtet hohen Schaden an, doch seine geringere Genauigkeit als bei anderen physischen Attacken bringt ein klares Risiko mit sich.
Die Wahl zwischen Megahorn und Kreuzschere hängt davon ab, wie stark man Kraft gegenüber Sicherheit gewichtet. Giftstachel trifft Fee und nutzt den Gift-STAB, während Erdbeben gegen Typen hilft, die seine Hauptattacken resistieren. Schutzschild ermöglicht die Aktivierung von Temposchub, doch dem Gegner eine Runde zu schenken, kann gefährlich sein, wenn auf dem Feld Entry-Hazards liegen.
Was es davon abhält, sich zu behaupten
Eine Verteidigung von 89 gleicht 60 KP und 69 Spezial-Verteidigung nicht aus. Attacken vom Typ Feuer, Flug, Psycho und Gestein zwingen es zu vorsichtigem Einwechseln, und Tarnsteine schmälern seine Chancen noch weiter. Außerdem ist sein Angriff mit 100 gut, reicht aber nicht aus, um nach nur einer Verstärkung jeden Wall mit roher Gewalt zu überwinden.
Im Vergleich zu den Spezies derselben Linie gibt Cerapendra die kompakte Form von Rollum auf und gewinnt an Geschwindigkeit, offensiver Reichweite und Zugriff auf Megahorn. Im Vergleich zu Thermopod teilt es das Bild eines giftigen Räubers und die in den Pokédex-Einträgen beschriebene Revierfeindschaft, nimmt aber nicht dieselbe Rolle ein: Cerapendra ist vom Tempo der Runden abhängig, während Thermopod seine Präsenz auf eine andere Körperlichkeit und sein eigenes Attackenrepertoire stützt.