Schmerbe im Detail
Ein Schlammfisch mit Barteln
Das Design basiert auf der Schmerle, einem Fisch, der sich im Schlamm versteckt und seine Barteln zur Orientierung nutzt. Auch die Schleimigkeit seiner Haut stammt von diesem Tier. Der englische Name verbindet „barb“ oder „barbel“ in Anspielung auf die Barteln mit „loach“, dem englischen Wort für Schmerle. Das Japanische ドジョッチ (Dojōach) setzt sich aus „Dojō“, der Schmerle, und demselben englischen Wort zusammen. Die Kategorie „Bartelfisch-Pokémon“ fasst das Merkmal zusammen, das seine Silhouette am stärksten prägt.
Seine mögliche Verbindung zum Namazu, dem mit Erdbeben verbundenen Wels aus der japanischen Mythologie, passt zu mehreren Details: Es erlernt Seher, Vorahnung und Boden-Attacken sowie Drachentanz. Diese Verbindung erklärt sein Attackenrepertoire besser als seine geringe Größe. Das Bild eines Fisches, der unter der Oberfläche wahrnimmt, was geschieht, taucht auch in den Pokédex-Einträgen auf, in denen die Barteln Beute in trübem Wasser aufspüren.
Ein Debüt mit klarer Entwicklungslinie
Schmerbe kam mit der dritten Generation und hat sein Konzept als Schlammfisch seitdem beibehalten. Seine Entwicklung ist direkt: Auf Level 30 wird es zu Welsar, einer größeren Art, die die Kombination aus Wasser und Boden beibehält. In dieser Linie gibt es keine alternativen Formen, und sein Design funktioniert als kleine, glitschige Version des Fisches, der später daraus wird.
Die Art ist in verschiedenen Generationen und Regionen aufgetaucht, ihre spielerischen Merkmale haben sich jedoch mit der Zeit verändert. In den ersten Generationen besaß es Dösigkeit als charakteristische Fähigkeit; später kamen Vorahnung und Hydration als versteckte Fähigkeit hinzu. Diese Ergänzung erweiterte seine Möglichkeiten bei Regen, löste aber sein Hauptproblem nicht: Seine Statuswerte sind weiterhin bescheiden.
Was es in einem Durchlauf beitragen kann
Die Elektro-Immunität ist sein praktischster Vorteil. Dadurch kann es in eine Attacke dieses Typs eingewechselt werden und mit Erdkräften, Erdbeben oder Lehmschelle antworten. Lehmbrühe verbindet seine beiden Designthemen und bietet mit 90 Stärke eine spezielle Option, während Nassschweif die physische Seite mit demselben Wert abdeckt. Es verfügt außerdem über Eisstrahl, um Gegner vom Typ Pflanze zu treffen, doch sein Spezial-Angriff von 46 begrenzt den Schaden.
In der Story kann es eine nützliche Lücke schließen, wenn das Team ein Wasser-Pokémon braucht, das Elektro nicht fürchten muss. Amnesie verbessert seine Spezial-Verteidigung und Erholung stellt KP wieder her, doch beide Attacken kosten Runden, die sich eine so zerbrechliche Art nicht immer leisten kann. Seine Initiative von 60 reicht aus, um einigen langsamen Gegnern zuvorzukommen, nicht aber Teams, die auf Schnelligkeit ausgelegt sind.
Verwandte Schlammfische
Die Kombination aus Wasser und Boden bringt es Felino und Morlord näher, auch wenn jedes dieser Pokémon Kämpfe anders angeht. Schmerbe ist schneller als viele Arten dieser Gruppe, kann aber weniger einstecken und seine Runden schlechter ausnutzen. Gegen Gegner vom Typ Gestein und Boden erfüllt es eine einfache Aufgabe; gegen Pflanze ist es stark gefährdet, weil diese Schwäche die Gefahr einer einzigen sehr effektiven Attacke vervielfacht.
Sein glitschiges Aussehen hat spielerisch nur eine begrenzte Entsprechung. Dösigkeit verhindert Anziehung und Verhöhner, verbessert aber weder seine Statuswerte noch schützt sie vor Statusproblemen. Hydration braucht Regen, um zu funktionieren, und Vorahnung warnt nur vor gefährlichen Attacken. Das Ergebnis ist eine Art, die während eines Abenteuers und in thematischen Teams nützlich ist, aber kaum mit Wasser-Pokémon mithalten kann, die bessere Werte oder eine klarer definierte defensive Aufgabe besitzen.