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Offizielles Artwork von Amoroso

#0139

Amoroso

Gen I

Spiralen-Pokémon

GesteinWasser

Pokédex-Eintrag · X

Seine Tentakel sind hoch entwickelt und es setzt sie ähnlich Händen und Füßen ein. Sobald es Beute ergriffen hat, beißt es zu.

Größe
1 m
Gewicht
35 kg
Basis-EP
173
Wachstum
Mittelschnell
Fangrate

45/255Mittel

Freundschaft

70/255

Basiswerte

KP70Angriff60Verteidigung125Initiative55Sp.-Vert.70Sp.-Ang.115
KP
70
Angriff
60
Verteidigung★
125
Initiative
55
Sp.-Vert.
70
Sp.-Ang.
115

Gesamt 495

Hoch

EV-Ausbeute +2 Verteidigung

Reale Spannen (IV 0–31 · EV 0–252 · Wesen inklusive)

MinMax
KP130177
Angriff58123
Verteidigung117194
Initiative54117
Sp.-Vert.67134
Sp.-Ang.108183
Gesamt534928

Über Amoroso

Fünfunddreißig Kilo verteilt auf einen Meter Körperhöhe, und der größte Teil davon steckt in der Schale. Die Pokédex-Einträge deuten es nicht nur an, sie behaupten es ausdrücklich: Diese mit Stacheln besetzte Spirale wuchs so lange, bis sie mehr wog, als das Tier ziehen konnte, seine Bewegungen behinderte und schließlich zum Aussterben der Art führte. Nur wenige offizielle Einträge erklären ein komplettes Aussterben als Konstruktionsfehler des Pokémon selbst.

Unter dem Panzer steckt ein Kopffüßer. Vier kräftige Tentakel dienen ihm als Hände und Füße, dazu kommen weitere kleinere Tentakel ringsum und ein von scharfen Fangzähnen umgebenes Maul. Die in den Texten beschriebene Jagd läuft immer gleich ab: packen, bewegungsunfähig machen, nicht loslassen, in Stücke reißen. Einer der Einträge bezeichnet es als möglichen entfernten Vorfahren von Octillery, mit dem es sich die Tentakel und sonst kaum etwas teilt.

Es entwickelt sich aus Amonitas, wenn es Level 40 erreicht, ohne Items, Tageszeiten oder Tausch. Offizielle Kategorie: Spiral-Pokémon. Registrierter Lebensraum: Meer. Blaue Farbe und die als „Tentakel“ katalogisierte Form – zwei Archivangaben, die in seinem Fall ziemlich genau beschreiben, was man sieht.

Die 495 Basiswerte sind wenig elegant verteilt: 125 Verteidigung und 115 Spezial-Angriff auf der einen Seite, 60 Angriff und 55 Initiative auf der anderen. Das langsame, gepanzerte Tier aus den Einträgen findet sich auch auf dem Zahlenblatt wieder.

Kampfanalyse

×4

Kritische Schwäche

Pflanze
×2

Schwäche

ElektroKampfBoden
×½

Resistenz

NormalEisGiftFlug
×¼

Starke Resistenz

Feuer

Amoroso im Detail

Ein Ammonit mit Stern im Namen

Das Design zeigt einen Ammoniten, den eingerollten Schalenträger unter den Kopffüßern, der die Meere des Mesozoikums bevölkerte und mit der Kreidezeit verschwand. Daraus ergibt sich alles, was man sieht: die Spirale, die Stacheln, der Schnabel und die Tentakel. Und daraus kommt auch der Name. オムスター setzt sich aus dem ersten Teil von „ammonite“ und „star“ zusammen, und der englische Name Omastar übernimmt dieselbe Konstruktion unverändert – einer der wenigen Fälle der ersten Generation, in denen der japanische und der westliche Name identisch sind. Die Schale der Vorentwicklung ist glatt und geschlossen; diese hier öffnet sich, füllt sich mit Stacheln und lässt die Tentakel herauskommen. Das ist der Schritt, der aus einem hübschen Fossil einen Räuber macht.

Die Erklärung für das Aussterben wiederholt sich in fast allen Einträgen und gibt immer demselben Grund die Schuld: Der Panzer wurde zu groß. Keine andere Entwicklungsreihe aus Kanto verwendet so viel Text darauf zu erklären, warum ihre Art nicht mehr existiert.

Der Tag, an dem Hausbruch kam

In der ersten Generation gab es Spezial-Angriff und Spezial-Verteidigung noch nicht getrennt, sondern nur einen einzigen Spezial-Wert, und seiner lag bei 115. Mit der Aufteilung ab der zweiten Generation blieb diese 115 auf der offensiven Seite, während der defensive Teil auf 70 sank. Was heute wie eine Designschwäche aussieht, war tatsächlich eine Kürzung: Dasselbe Pokémon hielt vor 1999 spezielle Attacken deutlich besser aus.

Die fünfte Generation gab ihm den Gefallen auf anderem Weg zurück. Mit ihr kam Hausbruch ins Spiel, und eine Attacke, die Spezial-Angriff und Initiative auf einen Schlag verdoppelt, war genau das, was einem Pokémon mit 115 als Ausgangswert und 55 Initiative fehlte. In derselben Generation sank auch seine Basis-EP von 199 auf 173 – eine stille Anpassung, die man nur bei der Zucht bemerkt.

Die beiden Fossilien der Zinnoberinsel

Kanto zwingt zur Entscheidung. Aus demselben Labor stammen das Fossil dieser Entwicklungsreihe und das der anderen, und pro Spieldurchlauf kann man nur eines wiederbeleben. Kabutops teilt mit ihm die Typen Gestein und Wasser sowie die Fähigkeit Wassertempo, ist aber genau umgekehrt gebaut: physischer Angriff und Initiative statt physischer Verteidigung und Spezial-Angriff. In einem Regentanz-Team finden beide Platz, ohne sich gegenseitig im Weg zu stehen – ungewöhnlich bei zwei Pokémon mit derselben Typenkombination.

Es gibt noch ein drittes Weichtier zum Vergleich. Austos trägt ebenfalls eine Schale, hat ebenfalls Panzerhaut und lernt ebenfalls Hausbruch; praktisch nutzt es denselben Trick auf physischem Weg. Der Unterschied liegt darin, womit beide starten: Das eine kommt von einer enormen Verteidigung, das andere von einem ordentlichen Angriff und deutlich mehr Basis-Initiative.

Das Fossil, das zur Mythologie wurde

Im Februar 2014 machte das gemeinschaftlich gesteuerte Spiel Twitch Plays Pokémon das Helixfossil zum Kultobjekt: Die Menge, die den Charakter steuerte, öffnete immer wieder versehentlich das Inventar und wählte das Fossil aus. Daraus entwickelte sich eine ganze Mythologie rund um das Item und das Pokémon, das daraus hervorgeht. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum Nummer 139 im Pokédex im Internet präsenter ist als ein großer Teil der Pokémon vor ihm.

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