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Offizielles Artwork von Porygon

#0137

Porygon

Gen I

Virtuell-Pokémon

Normal

Pokédex-Eintrag · X

Ein künstlich produziertes Pokémon, welches das Ergebnis von Forschungen ist. Es ist simpel aufgebaut.

Größe
0.8 m
Gewicht
36.5 kg
Basis-EP
79
Wachstum
Mittelschnell
Fangrate

45/255Mittel

Freundschaft

70/255

Basiswerte

KP65Angriff60Verteidigung70Initiative40Sp.-Vert.75Sp.-Ang.85
KP
65
Angriff
60
Verteidigung
70
Initiative
40
Sp.-Vert.
75
Sp.-Ang.★
85

Gesamt 395

Mittel

EV-Ausbeute +1 Sp.-Ang.

Reale Spannen (IV 0–31 · EV 0–252 · Wesen inklusive)

MinMax
KP125172
Angriff58123
Verteidigung67134
Initiative40101
Sp.-Vert.72139
Sp.-Ang.81150
Gesamt443819

Über Porygon

36,5 Kilo bei einer Größe von 80 Zentimetern. Eine seltsame Dichte für etwas, das laut eigener Pokédex-Beschreibung nicht aus Materie besteht: ein Körper aus rosa und blauen Platten, ein flacher Schnabel, sechseckige Augen und genau so viele Flächen, wie nötig sind, damit das Ganze wie ein Vogel aussieht.

Die Pokédex-Einträge wiederholen von Anfang an dieselbe Idee. Ein vom Menschen erschaffenes Pokémon, das aus Programmiercodes besteht und sich in Daten verwandeln und durch den Cyberspace bewegen kann. Außerdem gehören sie zu den wenigen Einträgen, die schlecht über ihr Subjekt sprechen: „Seine Fähigkeiten sind eher grundlegender Natur“, heißt es in einem; ein anderer erklärt, dass es vor etwa zwanzig Jahren mit den damaligen Mitteln hergestellt wurde und „in vielen Bereichen inzwischen veraltet“ sei. Dazwischen steht das Detail, das es am stärksten definiert: Es verfügt über einen Kopierschutz und kann daher nicht dupliziert werden.

Die offizielle Kategorie lautet Virtuell-Pokémon, und als Lebensraum weist ihm das Spiel städtische Gebiete zu. Für ein Laborwesen bedeutet das kaum mehr als „dort, wo Menschen sind“. Es steht an der Spitze einer dreistufigen Entwicklungslinie, die nicht durch Erfahrung wächst: Porygon2 und Porygon-Z entstehen durch Tausch, wenn das Pokémon dabei ein Item trägt, niemals durch Levelaufstieg.

Kampfanalyse

×2

Schwäche

Kampf
×0

Immunität

Geist

Porygon im Detail

Polygone mit Schnabel

Der Name macht kein Geheimnis daraus. ポリゴン ist die japanische Transkription von polygon, und das Design ist genau das: eine Figur aus gerade so vielen Flächen, wie ein Computer der Neunziger zeichnen konnte, ohne in die Knie zu gehen. Die westliche Version änderte das l in ein r und ließ Porygon stehen — ein Rechtschreibfehler, der zur eingetragenen Marke wurde.

Dass es ein Programm und kein Tier ist, merkt man an seinen exklusiven Attacken. Konversion, die es von Geburt an kennt, und Konversion2 auf Level 25 beherrschen nur es und seine beiden Entwicklungen — sonst niemand im gesamten Pokédex. Die Idee dahinter: Ein Wesen aus Code kann seinen eigenen Typ spontan umschreiben, etwas, das keine Kreatur aus Fleisch kann.

Der 16. Dezember 1997

Die 38. Episode des Animes, Dennō Senshi Porygon, wurde in Japan nur einmal ausgestrahlt. Eine vier Sekunden lange Sequenz, in der eine elektrische Attacke von Pikachu abwechselnd in hoher Geschwindigkeit rote und blaue Blitze erzeugte, löste bei einer enormen Zahl von Zuschauern epileptische Anfälle, Erbrechen und Augenreizungen aus. Die Serie pausierte etwa vier Monate.

Unfair ist, wen die Schuld traf. Das Flackern wurde von Pikachu verursacht, aber die Episode trug den Namen Porygon, und seitdem hatte es im Anime keine bedeutende Rolle mehr: nur kurze Auftritte in den ersten Filmen und in einigen einzelnen Episoden. Seine Entwicklungen mussten noch länger auf ihren Auftritt warten. Kein anderes Pokémon wurde in der Geschichte des Franchises so lange für etwas bestraft, das es nicht getan hat.

Von 75 auf 85 und vom Spielcasino ins Labor

In der ersten Generation gab es noch keine Spezial-Verteidigung: Porygon hatte einen einzigen Spezialwert von 75. Als dieser Wert in der zweiten Generation aufgeteilt wurde, bekam es 85 Spezial-Angriff und 75 Spezial-Verteidigung. Diese kleine Verteilung schob es auf die offensive Seite, auf der es bis heute geblieben ist.

In Rot, Blau und Gelb bekam man es im Rocket-Spielkasino von Prismania City gegen Münzen. Es war der teure Hauptpreis am Schalter, und viele Spieler brachten nie genug zusammen. Das verschaffte ihm einen Ruf als seltenes Pokémon, den seine Werte nicht ganz rechtfertigten — mit 395 Basiswerten liegt es unter fast jeder durchschnittlichen Entwicklung.

Die Entwicklungslinie wurde langsam vervollständigt. Porygon2 erschien in der zweiten Generation und Porygon-Z in der vierten, jeweils mit seinem Entwicklungsitem für den Tausch. Der Witz am Design ist, dass das letzte Update fehlerhaft ausfällt: Porygon-Z hat den Kopf verdreht und schwebt schief in der Luft. Im Inneren funktionierte der Patch dagegen — 135 Spezial-Angriff und 90 Initiative, während Anpassung seine Normal-Attacken verstärkt.

Verglichen mit Magnetilo, dem anderen geschlechtslosen Pokémon der Mineral-Gruppe aus der ersten Generation, hat Porygon weniger visuelle Persönlichkeit und deutlich mehr Entwicklungsspielraum: Das eine bleibt ein Magnet, das andere endet als kaputte Maschine.

Sammelkarten

18 von 65 Karten werden angezeigt.

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